#70 Bühne frei für Schauspieler*in Sar Adina Scheer

Shownotes

„Das, was Theater ja kann, ist ja, Behauptungen zu schaffen.“

Sar Adina Scheer ist seit der Spielzeit 2023|24 als festes Ensemblemitglied am Kinder- und Jugendtheater Dortmund und neben unzähligen Rollen, die sie* bisher auf unserer Bühne verkörpert hat, schlüpft Sar nun in die Rolle der Regieperson: Mit der Produktion »Miau« gibt Sar in der kommenden Spielzeit ihr* Regiedebüt und erzählt Linda, wie der Probenprozess läuft und welchen Twist Sar sich für die Besetzung überlegt hat.

Beim renommierten Westwind-Festival räumte die KJT-Produktion »Das Gewicht der Ameisen« in diesem Jahr gleich zwei Preise ab und die Vorstellung vor Ort war gleichzeitig Sars Highlight der Spielzeit: „Das war so eine wilde Vorstellung, man war so: Ihr geht ja so heftig mit! Es gab so viele Lacher, wo man sich natürlich auch total drüber freut.“

Gerade noch eine Vorstellung im KJT gespielt, erzählt Sar in der letzten Folge der Saison 2025|26 von seinem* Weg ins Ensemble nach Dortmund, seinen* Filmprojekten und von den Besonderheiten, wenn man vor jungem Publikum spielt.

Nach den Theaterferien geht es weiter mit Staffel 5 ‒ wir freuen uns drauf!

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00:00:00: Trotzdem merke ich dann immer, wie sich noch mal so ein Schalter umlegt bevor es auf die Bühne geht.

00:00:03: Da

00:00:04: wirst du ja deinen Regie-Debüt hier am Haus geben was richtig cool ist?

00:00:09: Ja!

00:00:09: Das ist total aufregend.

00:00:10: also freue mich wahnsinnig dass man Kindern und Jugendlichen oft auch wirklich etwas zumuten kann und ich liebe witzige positive Stücke gar keine Frage aber es ist halt oft super schön was denn auch in den Nachgesprächen noch nachhalt.

00:00:24: das gibt schon auch manchmal dass man so richtig merkt was für heftigen Gruppendynamiken.

00:00:28: Ja, vor allem wenn

00:00:29: das auf vierzehnt.

00:00:33: Wo ich mitspielen konnte ist der Film-Liebhaberin, der basiert auf dem Roman von Elfriede Jalinek und er hatte jetzt Premiere auf der letzten Berlinale.

00:00:41: Eigentlich

00:00:42: mein großer Wunsch ist sowieso dass dieses Stück schafft das Publikum egal welchen Alters auf eine Art und Weise zu verzaubern.

00:01:03: Hi zusammen und herzlich willkommen zu Folge-Siebzig, dieses Podcast.

00:01:08: Es klingt immer noch irgendwie so ein bisschen unglaublich für mich.

00:01:12: Also richtig schön, dass ihr so lange dabei seid und ich das schon so lange machen darf.

00:01:17: Und dazu ist die Folge-Sebzig auch noch die letzte Folge in dieser Spielzeit.

00:01:24: Auch das irgendwie schon wieder krass zu sagen wie schnell es da schon wieder vorbei gegangen.

00:01:29: Ganz kurz am Anfang, wir verwenden heute ein anderes Podcast-Equipment für die Aufnahme.

00:01:34: Also falls es zwischendurch irgendwie mal ein bisschen raschelt oder ruckelt und man vielleicht nicht ganz so klar im Ton ist dann wisst ihr Bestreit dass das daran liegt?

00:01:43: Ab der nächsten Spielzeit geht's dann hoffentlich in gewohnter Qualität einfach ganz normal weiter!

00:01:48: Ich nehme heute hier im Operntreff wieder auf genau wie schon die letzte Folge.

00:01:52: Wir sind ein bisschen vor der Hitze geflüchtet weil hier unten hält man es ganz gut aus.

00:01:56: und bevor ich meinen heutigen Gast vorstelle.

00:02:00: Aber ganz kurz, was ist im letzten Monat alles passiert?

00:02:02: Also seit ... Ich nur noch einmal im Monat diese Folgen hier aufnehme, komme ich ja immer gar nicht hinterher damit was alles im Theater Dortmund so los ist.

00:02:10: Nur ganz kurz eins zwei Highlights vielleicht oder eins zwei wichtige Sachen die hier so vorgefallen sind.

00:02:16: in der OPA haben wir die Premiere von Alle Reden nur noch von Jamie gefeiert von den Opan Jungs.

00:02:22: das und es war einfach so großartig habe mich sehr auf dieses Stück gefreut weil ich das schon einmal in London tatsächlich gesehen habe und das da schon ein Highlight war.

00:02:31: Und also ich muss sagen, die Opern Youngsters haben alle Erwartungen erfüllt bzw.

00:02:35: übertroffen.

00:02:36: Das war einfach ein Riesenfest!

00:02:39: Ich war ganz emotional und es war ganz toll.

00:02:43: Dann sind am Dienstag die Proben bereits für Rebecca gestartet für unser nächstes Musical, dass am neunzehnten, neunten Premiere feiert und ja auch absolut großartig wird und einen riesen Highlight in der nächsten Spielzeit wird.

00:02:56: Dann noch gute Nachrichten, dass Harry bei Gernishausen und auch Tobias Ehinger die Verträge bis im Jahr- und Jahrzehnte verlängert haben.

00:03:04: Bleiben uns also noch ein wenig erhalten!

00:03:06: Im Ballett, die ganze Company ist gerade... überall auf der Welt unterwegs.

00:03:10: Sie haben Gastspiele in Südkorea und Valencia, da sind sie jetzt gerade auch noch.

00:03:14: Und außerdem ist auch etwas ganz Besonderes passiert im Ballett und zwar ist unser Tänzer Philipp Quatschak zum ersten Kammertänzer hier in Dortmund ausgezeichnet worden.

00:03:24: an dieser Stelle nochmal Glückwunsch.

00:03:26: falls du es irgendwie hörst das wirklich eine ganz ganz besondere Auszeichnung was es generell in der Tanzwelt kaum gibt.

00:03:33: Im Schauspiel hat die drei Groschen-Opa große Premiere gefeiert.

00:03:37: Das war auch echt richtig cool, weil das auf der Kokerei Hansa war.

00:03:41: Da haben Julia Wissert und ich ja schon sehr viel darüber gesprochen in unserer gemeinsamen Podcastfolge also auch das war sehr, sehr cool!

00:03:48: Und auch im KOT war viel los.

00:03:50: unter anderem hat Internet Andreas Gron bis Und ums KJT, um diese Sparte geht es auch heute.

00:03:58: Das war jetzt eine sehr lange Einleitung zu dieser Folge!

00:04:02: Denn unser KJTV-Homelmitglied Saar Adina Scher ist heute bei mir.

00:04:06: Saar, hi und sehr schön, dass du hier bei mir bist.

00:04:09: Ganz lieben Dank, dass ich dabei sein darf.

00:04:11: Ich freue mich schon auf die Folge.

00:04:13: Ich freu' mich auch sehr, dass das jetzt noch geklappt hat neben Proben und Vorstellungen und allem was gerade los is'.

00:04:20: Aber bevor ich frage, wie es dir geht und was gerade bei dir los ist.

00:04:23: First things first!

00:04:25: Herzlichen Glückwunsch denn ihr habt zwei Preise gewonnen beim diesjährigen Westwind Festival für die Produktion das Gewicht der Armeisen.

00:04:33: Dankeschön

00:04:34: ja wir sind auch ganz besieelt.

00:04:36: Das glaube ich.

00:04:37: Ich hoffe ihr konntet auch Gebühren feiern?

00:04:39: Ja die Feier lief etwas dezentral aus aber wir haben trotzdem uns alle nochmal zusammengetan und unsere Freude geteilt.

00:04:51: Und auch eine Delegation war am Freitag vor Ort, als die Nominierten verkündet wurden.

00:04:58: Richtig richtig cool auf jeden Fall dass ihr noch in zwei Kategorien gewonnen habt.

00:05:03: Einmal von der Jugendjury und auch von der Erwachsenenjury wurde er für die Produktion ausgezeichnet.

00:05:08: Das Westwind Festival ist ja vielleicht viel ein Begriff das schon renommiertes Festival so für Theater für junges Publikum.

00:05:15: Würdest du ein paar Worte zu dem Festival und den Preis sagen?

00:05:18: Also was genau ist das?

00:05:19: Gerne sage ich etwas zu den Preisen, also es gibt drei unterschiedliche Jury's.

00:05:25: Da gibts einmal die Kinderjury dann noch die Jugendjury Erwachsenen professionellen TheatermacherInnen.

00:05:37: Und für uns war jetzt natürlich noch mal besonders schön, dass nicht nur die Theatermacherin gesagt haben, oh das ist eine wertvolle Produktion für Jugendliche sondern die Jugendlichen selbst auch und das ist natürlich das was uns ja am allermeisten freut wenn es Zielpublikum auch angeht und von beiden Seiten der Zuspruch kommt.

00:06:00: Weißt du, wie genau das stattfand mit der Auswahl?

00:06:03: Also für die Fachjury werden drei Leute ausgewählt.

00:06:08: Und dann in den anderen beiden Juries gibt es jedes Jahr eine Ausschreibung wo sich Kinder und Jugendliche darauf bewerben können und dann die ganze Woche lang das Festival mit begleiten wirklich jede Vorstellung gucken bei jedem Nachgespräch dabei sind, wo ich auch beim Festival dachte Mensch also wenn ich jetzt nochmal, ich weiß nicht irgendwie zwischen sieben und achtzehn Jahre alt wäre wie unglaublich gerne ich da mitgemacht hätte.

00:06:37: Also diese Intensität natürlich an mehreren Tagen hintereinander so viel Theater gucken zu können aber auch sich gegenseitig darin kennenzulernen auf Theater zu machen das Schöne ist auch bei der Preisverleihung hat sich dann die Jugendjury dafür entschieden sind auf die Bühne gekommen als Gruppe und haben das dann angelehnt an unser Stück, Gewicht der Armeisen mit einer Audiodeskription.

00:07:05: Also es saß eine Person auf der Bühnen und hat gesagt ein junger Mann betritt die Büne und da war man schon so ein bisschen so.

00:07:13: ah!

00:07:13: Das hat ja was mit unserem Stück

00:07:16: zu tun.

00:07:17: Was für ne Idee?

00:07:17: Ja genau.

00:07:20: Und diese Kinder- und Jugendjuries, die diskutieren dann sozusagen das ganze Festival über was ihnen besonders gefallen hat.

00:07:27: So wählen sie das dann aus?

00:07:30: Genau!

00:07:30: Sie sind bei den Nachgesprächen halt sehr präsent und haben am letzten Tag aber auch nochmal ihre eigene Findungssitzungen, wen sie kühlen möchten.

00:07:42: Das wird betreut von... Theaterpädagoginnen und anderen Theatermachern.

00:07:48: Und die suchen dann so gemeinsame Kriterien aus, wonach sie jetzt ihren Preis vergeben möchten.

00:07:55: Und das Schöne ist auch dass beim Westwind Festival entschieden wurde die Preise... Ich weiß nicht wie lange das schon her.

00:08:00: Als früher gab es einen Preis der war mit zehn tausend Euro dotiert und ich weiß da nicht wanns entschieden wurde haben Sie aber gesagt jede Jury darf auch ein dotierten preis vergeben sodass es nicht so eine eine kleinere Abstufung, oder keine Abstufungen eigentlich mehr davon.

00:08:19: Welche Jury sagt das ist unser Stück?

00:08:22: Richtig cool und ja in zwei Kategorien gewonnen von drei ist schon... Mega, mega gut.

00:08:27: Also wirklich nochmal Glückwunsch!

00:08:28: Ich lese mal ganz kurz die Begründungen vor.

00:08:32: und zwar hat die Jugendjury gesagt das Gewicht der Ameisen ist ein bewegendes Stück dass Kritik an Schulsystem Klimapolitik Machtverhältnissen weiblichen Rollenbildern und Konsumgesellschaft formuliert und durch schnelle Szenenwechsel sowie eine überzeugende darstellerische Umsetzung geprägt ist.

00:08:48: Und die erwachsene Jury hat gesagt Besonders bemerkenswert ist bei dieser Inszenierung der Umgang mit der künstlerischen Audiodeskription, wie du gerade schon gesagt hast.

00:08:57: Sie beginnt mit dem Schreiben der Vorgänge auf der Bühne.

00:09:00: Bald erweitert sie sich durch den Spieler David Smith in das selbstermächtigende Beschreiben von Dingen und Zuständen und entwickelt sich schließlich hin zu einer eigenständigen Rolle.

00:09:09: Genau, wie Du gerade schon meintest, ist Inklusion bzw.

00:09:13: Audiodiskription ein großes Thema im Stück.

00:09:16: Inwiefern wurde das umgesetzt?

00:09:19: Wie habt ihr euch vielleicht im Vorfall bei den Proben oder so schon damit beschäftigt?

00:09:23: Wir hatten Experten quasi dabei, das war Johannes Willenberg aus dem Blinden- und Siebelhindertenverein Westfalen.

00:09:32: Und der hat uns schon von Anfang an in der Probe begleitet erst im Laufe seines Lebens erblindet und hat deswegen natürlich auch Erinnerung von sehen.

00:09:42: und also kann war da für uns eine super Schnittstelle.

00:09:47: Und ich weiß, dass er auch schon im Vorfeld mit Annette Müller der Regisseurin viele Gespräche darüber geführt hat wie das eigentlich stattfinden kann oder welche Erfahrung eher schon mit Audiodeskription gemacht hat was für ihn gut funktioniert hat so im Sinne von best practice.

00:10:00: Ja und dann hatte er uns eigentlich immer wieder auf den Proben begleitet.

00:10:03: und eine Sache die ich auch so grundsätzlich interessant fand war das auf den proben?

00:10:08: wenn ja da war man nicht nur mit der audiodescription sondern auch selber im spielen manchmal diesen Ich nenn's jetzt mal Hörspielcharakter, auch noch ganz automatisch im Spielen verstärkt hat.

00:10:22: Weil das Stück auch selber also die einzelnen Figuren haben immer wieder diskriptive Elemente.

00:10:28: Was glaube ich soweit?

00:10:29: Ich weiß auch für Annette der Grund war überhaupt dieses Stück jetzt dafür zu nutzen weil ... Der Autor man könnte sagen David Parquet in einer gewissen Weise so in manchen Momenten nicht drauf anlegt aber eben diese dekriptiven Teile total dazu einladen, dieses Format zu nutzen.

00:10:46: Ja und genau es wurde dann mit ihm entwickelt.

00:10:51: wir haben ihn immer ewig lange Durchläufe gezeigt kann ich mich noch erinnern.

00:10:56: also so wurde das dann.

00:10:59: der Stück geht jetzt im Endeffekt siebzig Minuten das waren oft zwei Stunden und länger was natürlich auch eine riesen Anstrengung ist.

00:11:09: Und wir haben dann danach darüber gesprochen, was gut funktioniert hat und haben dann auch manchmal noch abgeglichen, was denn eigentlich das Bild ist?

00:11:16: Was sich bei ihm erstellt hat und ob das das ist, was wir auch machen.

00:11:22: oder wie sind dann bei manchen Punkten draufgekommen?

00:11:24: ah es wäre jetzt aber schon noch schön zu sagen dass ich die Bühne in ein blaues Licht

00:11:28: taucht weil

00:11:30: das hatten wir am Anfang einfach dann waren wir so naja Jetzt nicht so wichtig, aber natürlich jetzt für ihn sich dann trotzdem ein inneres Bild ergibt.

00:11:40: Besonders schön fand ich eigentlich auch für das ganze Publikum.

00:11:43: was daraus entsteht ist dass viele Räume die beschrieben werden so auf der Bühne ja gar nicht existieren.

00:11:51: und mit Geräuschen zum Beispiel von einem Aquarium wird dann gearbeitet.

00:11:55: oder man also dann wird gesagt wir hören das Blubbern eines Aquariums Das hören dann auch alle Aber es wird noch gesagt wie das Licht quasi in dieses Büro des Direktors reinschalten.

00:12:08: Und das können sich dann einfach alle gemeinsam vorstellen, da hat niemand diesen Wissensvorschrungen,

00:12:15: der dies jetzt mal... Okay, verstehe.

00:12:17: Das heißt es wird sozusagen das ganze Stück über alles beschrieben?

00:12:20: Man wird das jetzt richtig verstanden?

00:12:22: Es werden die Vorgänge was wir auf der Bühne tun wirklich größtenteils beschrieben.

00:12:28: Jetzt nicht jeder Gang.

00:12:29: aber so Zum Beispiel, wir haben diese runde Spielfläche.

00:12:33: Das ist so ein sechs Meter Kreis.

00:12:37: Also der Kreis hat einen Durchmesser von sechs Metern und auf dieser Spielflächen findet eigentlich immer wieder das Stück statt und die einzelnen Szene.

00:12:44: dann wird beschrieben dass sich die Szene auflöst und alle Spieler in die Bühne verlassen.

00:12:51: aber jetzt auf der Bühnung selbst ob eine Figur nach rechts oder links geht ist dann total sekundär.

00:12:57: Man hat ja natürlich auch ne Verordnung im Raum von der Stimme

00:13:01: Verstehe.

00:13:01: Und da dann zu überlegen, was sind die Punkte, die wichtig sind?

00:13:04: Was ist jetzt Sinnvoll?

00:13:05: Total spannend!

00:13:06: Weil.

00:13:07: wahrscheinlich nimmt man vieles als sehende Person einfach so natürlich hin als gegeben und macht sich gar keine Gedanken darüber, was mir vielleicht noch mal erwähnt werden sollte.

00:13:16: und das dann zu erarbeiten stelle ich mir sehr cool vor.

00:13:18: auf jeden Fall

00:13:19: Ja.

00:13:19: und es macht auch total Spaß weil man... Es gibt so sehr verrückte Charaktere, die in diesem Stück auftauchen.

00:13:27: Das sind hauptsächlich die Erwachsenenfiguren, wo man vielleicht auch manchmal selber so als Teenie durch die Welt geht und denkt was sind das alles für merkwürdige Erwachsene?

00:13:36: Also zum Beispiel eine betrunken Buchhändlerin, die dann Olivier der andere Schüler später im Himmel wieder trifft weil sie betrunken war und überfahren wurde.

00:13:44: Und diese betrunkende Buchhänderin hat dann auch ein Chor, der sich immer wieder hinter sie stellt und dann wird gesagt der Chor, der betrunkenen Buchhändlerin versammelt sich hinter ihr.

00:13:59: Und ich glaube das ist auch für ein junges Publikum was noch nicht so super viel Seeerfahrung hat ganz oft total hilfreich sein kann weil... Ich finde es zwar schön dass man natürlich im Theater auch in Vieles reininterpretieren darf was man möchte.

00:14:15: Ich glaube es ist an manchen Stellen aber trotzdem gut zu sagen Das haben wir uns vorgestellt, das möchten wir euch zeigen wie ihr jetzt diesen Chor der betrunkenen Buchhändlerin, wie wir uns körperlich dahinter so warbern und mit ihr singen.

00:14:31: Wie ihr das findet?

00:14:32: Das könnt ihr dann immer noch

00:14:34: entscheiden

00:14:35: oder einordnen.

00:14:35: Aber erstmal ist klar, dass es ein Chor ist.

00:14:37: Also das ist immer so gesagt wird ja total.

00:14:41: Magst du mal ganz kurz sagen worum's in dem Stück geht und auch vielleicht eins zwei Sätze zu deiner Rolle im Stück?

00:14:46: Ja

00:14:46: also in dem Stück geht es um zwei SchülerInnen Das sind Jeanne und Olivier.

00:14:54: Und sie sind an einer Schule, an der alles so ein bisschen... Man hat das Gefühl, alles geht zu Bruch, alles wird maroder.

00:15:03: Niemand kümmert sich richtig.

00:15:05: Es gibt eine Woche der Zukunft wo sich der Schuldirektor überlegt wir veranstalten jetzt Schulwahlen und es soll quasi neue Eladen gefunden werden.

00:15:17: Diese beiden Schüler in Jeanne & Olivier sind absolut nicht bereit dazu, Schüler-Sprecher zu werden.

00:15:24: Sie werden aber auf unterschiedliche Art und Weise quasi vom Direktor dazu gezwungen.

00:15:29: Also meine Figur Jean ist tendenziell supersystemkritisch und hat wahrscheinlich das Gefühl sie ist allen altersgleichen mindestens zehn Jahre voraus weiß alles besser und hat so richtig Durchdrung.

00:15:47: Weil sie so kritisch ist, vandaliert sie in der Schule.

00:15:50: Also sie zerstört Plakate weil sie findet das die Werbeindustrie total der größte Müll ist und einem falsches Körperbild vermittelt.

00:15:58: also macht sich diese Plakat kaputt wird zum Schuldirektor zitiert und als Strafe muss ich als Schülersprecherin antreten.

00:16:06: Und Olivier hingegen ist so geschüchterne eher in sich gekehrte Gegenpart.

00:16:16: Olivier denkt auch total viel über die Welt nach, aber am liebsten alleine in seinem Zimmer.

00:16:21: Und hat große Fragen, die er nicht wirklich beantwortet bekommt.

00:16:29: und er bekommt einen Buchgeschenk von der Buchhändlerin das heißt Die Enzyklokodie.

00:16:36: Okay ich komme nicht drauf wie sein Buch heißt

00:16:38: es ist zu heiß.

00:16:39: Ja alles gut, mein Kopf

00:16:41: ist schon einfach nur noch ein Klumpen Aber er bekommt dieses Buch geschenkt, wo ganz viele Facts drin stehen.

00:16:50: Und er möchte jetzt eigentlich dem Direktor damit helfen und kommt an und sagt ich habe hier diese ganzen positiven Informationen.

00:16:59: man muss mit Positivität der Welt entgegentreten und daraufhin wird ja auch zum Schulsprecher oder zur Wahl verdonnert weil der Direktor merkt da ist jemand der sucht das Gute in der Welt.

00:17:14: Und ja, beide treten tatsächlich auch an und haben ihre Schwierigkeiten damit.

00:17:21: Weil ein dritter junger Mitschüler Mike wird im Endeffekt gewählt der nur, ob das Wahlversprechen ist wenn ihr mich wählt bekommt ihr Pizza und alle Rasken komplett aus.

00:17:31: und so Mike!

00:17:32: Das ist unser Junge.

00:17:35: Wählen ihn und darüber verzweifeln John und Olivier komplett weil sie nicht wissen wie Sie jetzt diese Art von Selbstwirksamkeit, die sie da versuchen zu nutzen nicht gar nicht steuern können oder auch gar kein Gehör dafür finden sondern eigentlich nur auf Ablehnung treffen.

00:17:54: Und ja es ist wirklich eine wilde Geschichte weil der andere wird gewählt und Sie versuchen noch die Wahlen zu fälschen kommen dann darauf dass sie natürlich dieser Art von Wahlmanipulation eigentlich gewählt werden wollen würden.

00:18:13: Sie lernen sich auch gegenseitig besser kennen und es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen diesen sehr zwei ungleichen Charakteren, und... Es gibt schon so ne Grundverzweiflung am Ende darüber weil sie nicht wissen wie sie ihrer Stimme wie die Gehör finden kann.

00:18:33: Und sie entscheiden sich Am Ende der Stück ist dann tatsächlich im Kleinen wenigstens in ihrem Umfeld Empathie zu zeigen und besuchen den Direktor, der eine im Sterben liegende Mutter hat.

00:18:48: Und entscheiden sich dann Zeit miteinander und auch der sterbenden Mutter zu verbringen.

00:18:55: Man weiß nicht wie es jetzt danach weitergehen wird aber sie haben alle auf jeden Fall eine Art von Gemeinschaft gefunden und dieser Direktor am Anfang sehr zynisch über diese Woche der Zukunft ist, wo man so ist.

00:19:10: Eigentlich macht er jetzt hier dieses Programm aber wir wissen auch nicht wirklich wofür.

00:19:16: Man merkt das es dem ganz viel bedeutet dass zum Schluss zwei seiner Schüler mit ihm gemeinsam da sind und er nicht alleine sein muss.

00:19:26: Aber ja im Großen und Ganzen würde ich sagen geht's um die Frage wie wie man gemeinsam etwas bewirken kann.

00:19:33: Der Titel ist ja so schön, das Gewicht der Aarmeisen und meine Figur Jean referiert darauf dass alle zusammen wenn wir uns zusammentun wie auch Großes verändern können, dass man eben nicht der Schulsprecher sein muss oder sonst irgendwie Macht haben muss sondern dass man eigentlich seine Mitstreiterin suchen sollte und

00:19:54: viele

00:19:54: Aarmesen zusammen etwas Großes bewirkt.

00:19:58: Das sind ja alles Themen oder Figuren, mit denen sich jeder irgendwie identifizieren kann, würde ich jetzt erstmal sagen.

00:20:04: Vor allem eben auch Schülerinnen.

00:20:06: also von daher... Ich verstehe warum das Stück ausgewählt wurde von der Jugendjürie.

00:20:11: Ich glaube es waren wirklich wichtige Themen und dann noch in Kombinationen mit der Audiodeskription.

00:20:18: Ja richtig cool auf jeden Fall!

00:20:20: Ja, und ich glaube auch für Erwachsenen.

00:20:22: tatsächlich ist jetzt so mein Gefühl ganz oft gewesen.

00:20:25: Ist dieses Zurückblicken auf die

00:20:27: Schulzeit,

00:20:28: wo man sich so denkt, ah ja stimmt diesen merkwürdigen Lehrer, den hatte ich da auch oder diese eine Buchhändlerin, wo ich immer meine Comics geklappt habe.

00:20:37: Die war wirklich ein bisschen verrückt.

00:20:39: Und ich glaub, da besteht auch ein ganz großer Humor.

00:20:42: also es finde ich sehr schön vielschichtig!

00:20:47: Für alle, die es noch nicht geschafft haben anzusehen und jetzt Lust drauf bekommen haben.

00:20:51: Keine Sorge!

00:20:52: Denn wir zeigen das Stück auch in der nächsten Spielzeit wieder.

00:20:56: Ja, es läuft noch weiter auf... neben das Gewicht der Ameisen auch eine große Rolle in dem Stück gespielt, was jetzt im KJT als letztes Premiere gefeiert hat.

00:21:07: Was auch ganz besonders war, weil es nämlich am Musical war und zwar super!

00:21:10: Der Markt für alle.

00:21:12: Das wurde ja von unserem KJD-Intendanten Andreas Grohn inszeniert und die Musik hat Michael Kessler gemacht.

00:21:20: also ist gleiche du wie eigentlich immer bei den Familienstücken zur Weihnachtszeit war wieder am Start.

00:21:26: Ich fand es so witzig, als wir die Besetzungen bekommen haben.

00:21:29: Allein diese Rollennamen, liebe Dine!

00:21:31: Also zum Beispiel Frau Meier eine gestresste Frau der Spinat, Thüringer Rostbradwurst oder Kostlowski ein älterer Nörgler.

00:21:39: also ich finde... Die Besetzung liest sich ja schon richtig witzigt.

00:21:43: Ja was hat das mit dieser besonderen Produktion auf sich?

00:21:46: und wen spielst du?

00:21:47: Welches Gemüse spielts du?

00:21:48: nein?

00:21:49: Ich hab leider kein

00:21:51: Gemüser bekommen.

00:21:52: Ja tatsächlich.

00:21:53: Nein, spielt's eine größere Rolle denn?

00:21:56: Genau.

00:21:58: Super, der Markt für alle begleitet eigentlich meine Rolle Sina eine junge Studentin über einen Tag hinweg den sie als ersten Arbeitstag in einem Supermarkt hat und sie ist wie so viele Studentinnen braucht sie die Kohle und denkt sich ich kann es doch super verbinden.

00:22:18: ich studiere Ernährungswissenschaften kann nicht im Supermarkt gehen.

00:22:21: kann ich vielleicht irgendwas im weiteren Sinne was mit meinem zukünftigen Arbeitsbereich zu tun hat machen.

00:22:30: Ja, so schlittert sie dann eigentlich da rein, hat natürlich schon direkt verpennt und lernt dann über diesen Tag alle Mitarbeiter in einem Supermarkt kennen und natürlich auch viele Kundinnen.

00:22:41: Und ja das Schöne ist dass wir auch eine Liveband mit dabei haben die uns ordentlich einheizen.

00:22:48: Das sind MusikerInnen aus dem Gesamtkunstwerk.

00:22:52: Jetzt bei uns auf der Bühne heißen sie die Gabelstapler und sind eigentlich auch immer mit präsent, sitzen da hinten auf ihren Paletten.

00:23:00: Und ja gehen eigentlich gefühlt jedes Musikgenre einmal an.

00:23:06: Also es ist wirklich ein ganz bunter Mix an unterschiedlichen Songs.

00:23:11: Das heißt ihr singt dann alle

00:23:13: in einem Stück?

00:23:14: Genau wir singen alle.

00:23:15: also es gibt paar Gruppensongs Und fast jede Figur hat dann auch noch ein oder zwei eigene Songs, was natürlich auch besonders ist.

00:23:28: Also ich mit einer Liveband... Es ist jetzt das erste

00:23:32: Mal,

00:23:34: dass ich auf der Bühne gesungen habe und es hat also wahnsinnig viel Spaß gemacht mit denen.

00:23:38: Und es ist einfach dann doch nochmal etwas anderes als aus der Konserve, ob man so merkt bei manchen Songs... Zwischenspiele gibt, wenn ich dann zum Beispiel den Dima, den Saxophonisten höre.

00:23:54: Wie ja manchmal dann noch irgendwas Cooles mitreinbringen, das kann sich so auch noch weiterentwickeln oder wenn mal irgendwie weiß nicht was geholpert hat, dann fängt man das halt gemeinsam wunderbar

00:24:06: auf.

00:24:07: Ja

00:24:07: es macht sehr viel Spaß mit denen

00:24:09: Vor allem weil die Musik hier auch sozusagen neu geschrieben wurde gibt's da ja nochmal mehr Freiheiten dann eben auch für die Band und so wahrscheinlich als genau wenn alles festgelegt ist und dann halt auch immer so klingen muss.

00:24:22: Richtig cool auf jeden Fall!

00:24:24: Ihr habt noch mal die Chance am zweiten und fünften Juli euch das Stück anzugucken, aber ansonsten bleibt es natürlich auch weiter im Cayote-Repertoire.

00:24:33: Das hatte ihr jetzt noch nicht allzu lange Zeit als Premiere.

00:24:36: also ihr habt auf jeden fall noch die Chance das Musical Super der Markt für alle euch anzuschauen und genau gemeinsam auf Spinat Brocoli und die Rossbratwurst zu treffen.

00:24:48: Ja.

00:24:50: Ich habe mal in deine Bio auf unserer Website geschaut und da stehen acht aktuelle Produktionen, denen du mitspielst also nicht wenige, acht Stück und auch wesentlich mehr vergangener Produktion.

00:25:03: Also da hast du ja schon ordentlich, ordentlich Produktion

00:25:06: geschrubbt.

00:25:06: Es ist einiges drückt gekommen.

00:25:09: Auf jeden Fall!

00:25:10: Heute Morgen hattest Du ja schon eine Vorstellung von Südpol-Binstell.

00:25:14: Also danke, dass du hier bist auch wenn heute Morgen schon auf der Bühne standest.

00:25:17: Dann dann noch bei der Hitze stell ich mir sehr anstrengend vor.

00:25:21: Worum geht es denn bei Südpol Winstel?

00:25:23: Dass wir Ventilatoren brauchen!

00:25:26: Das passt doch die aktuelle Situation mit zusammen.

00:25:29: Eigentlich ja in Süd-Pol Winstl geht's um Ida ein junges Mädchen das Ja, auf ihr Leben guckt mit einer... Sie nennt es immer die Nordpol und die Südpolmutter.

00:25:45: Und man erfährt so im Laufe des Stückes das also ihre Mutter wahrscheinlich entweder irgendwas zwischen einer bipolaren Störung oder auch Alkoholismus darunter leidet.

00:25:57: Weil sie quasi dieses Zuhause hat in dem sie jetzt nicht unbedingt einen sicheren Ort hat, imaginiert sie sich ein Freund Robert Falcon Scott, ein Polarforscher und versucht eigentlich mit dem so zu analysieren wie sie durch diese Tage kommt.

00:26:16: Und wie sie damit umgehen kann wenn sich auch von einem auf den anderen Tag der Gemütszustand der Mutter komplett verändert.

00:26:25: In dem Stück lernt sie irgendwann einen anderes Kind im Haus kennen Ari das bin ich.

00:26:32: Sie fangen an sich anzufreunden.

00:26:35: Ein sehr eigener Charakter, eigentlich immer sehr viel am Plappern weiß manchmal nicht wann es genug ist und freut sich auch total jetzt eine Freundschaft zu schließen.

00:26:49: Ari hat die Sterne und möchte Sternforscher werden und Ida möchte eben Polarforscherin werden und so haben sie natürlich dann schon ein bindendes Element und diese Freundschaft wird stärker worüber dann eigentlich im Endeffekt auch Scott sagt ganz zum Schluss des Stückes, dass er das Gefühl hat, dass jetzt gehen kann.

00:27:12: Weil eben Ida besser mit der Situation zu Hause umgehen kann und weil sie jetzt ja auch jemand andere hat.

00:27:18: und wenn es aber mal wieder kühler wird oder kälter oder Ari nicht da ist, dass ihr dann auch wieder kennt.

00:27:24: also so ganz schön ganz

00:27:26: traurig.

00:27:27: Ja sehr.

00:27:28: Und es gibt eigentlich auch im Endeffekt kann man schon sagen es gibt ja auch absolut keine Happy End, sondern nur so vielleicht die Aussicht dass dieses Kind Ida ein zwei mehr Werkzeuge mit an der Hand hat wie sie mit ihrer Situation umgehen kann.

00:27:46: Ich finde das immer so krass im KJT was für unterschiedliche wichtige Themen ja auch behandelt in den einzelnen Stücken bzw.

00:27:56: es gibt eben auch Stücke die einfach Spaß machen und gucken sich an Die sind irgendwie leichter, aber es gibt auch so viele Stücke die so unterschiedliche gesellschaftlichen Themen behandeln mit denen Kinder und Jugendliche auch schon identifizieren können.

00:28:08: Und ja diese vielleicht auch irgendwie mal gedanklich durchgehen sollten sag ich mal von daher ja das finde ich immer so beeindruckend immer wieder wenn man sich so durchliest was alles auf einem Spielplan steht.

00:28:21: So die sind alle so unterschiedlich die Stücke

00:28:24: Ja voll und es gibt glaube ich auch so das Gefühl man könnte noch noch tausende andere Sachen machen.

00:28:30: und ich finde auch, also so dass man ganz oft merkt das man... Ich nenne es jetzt mal Zumuten.

00:28:36: Also so auch, dass man Kindern und Jugendlichen oft wirklich was zumuten kann.

00:28:41: Ja

00:28:41: total!

00:28:42: Ich liebe witzige positive Stücke, da keine Frage.

00:28:46: aber Es ist halt oft super schön, was dann auch in den Nachgesprächen

00:28:51: noch

00:28:52: nachhalt.

00:28:52: Natürlich ist das jetzt bei so einem Thema von Südpol-Winstell wo es dann ja auch sehr vielleicht um das private oder Situation zu Hause geht da wird jetzt auch nicht alles oder immer viel geteilt aber es gibt's trotzdem immer wieder oder man merkt auch oft an der Art und Weise wie zugeguckt wird dass das schon auch etwas auslöst Ja.

00:29:18: Vor allem dann läuft der Arter, er reicht ja auch nochmal ganz anders.

00:29:22: Also ich glaube das ist noch mal ganz anders ankommt auf der Bühne sozusagen.

00:29:27: Ich meine es gibt natürlich auch manchmal schon die Situation wo man so merkt dass vielleicht auch unruhe im Publikum

00:29:33: natürlich.

00:29:34: aber ich denke mir auch immer Ganz ehrlich Ey wenn ich jetzt vierzehn wäre und Jetzt in einem anderen stück da geht's um Klassismus Da gehts darum dass man kein Geld hat um Eis zu kaufen wenn nicht mit meinen Mitschülerinnen da sitzen würde oder mich in die Situation hineinversetze.

00:29:50: Das ist natürlich auch enorm viel Kraft kostet, mit seinen Peers dazusitzen sich irgendwie das zu sehen und zu verhalten und vielleicht auch noch darüber nachzudenken dass man Keine Ahnung, wenn irgendwie in der Klasse verknallt

00:30:04: ist.

00:30:07: Es ist ja wirklich ein

00:30:08: absolutes Chaos.

00:30:09: Lacht die Person jetzt?

00:30:10: Kann ich dann auch lachen?

00:30:12: Das gibt es schon manchmal, dass man so richtig merkt was für heftige Gruppendynamiken

00:30:16: losgehen muss.

00:30:16: Ja natürlich!

00:30:18: Vor allem wenn das auf vier Zentren ist glaube

00:30:20: ich.

00:30:23: Ich finde das auch manchmal irgendwie schön... Auf einer Art und Weise ist dann halt auch einfach noch so viel Fragil oder man steht einfach nur nicht so drüber.

00:30:34: Ja, genau!

00:30:36: Man kennt sich ja doch nicht so richtig in dem Alter.

00:30:38: Das dauerte.

00:30:40: Auch genau.

00:30:43: Was würdest du sagen bisher?

00:30:44: So dein Highlight in dieser Spielzeit also entweder Highlight-Produktion oder hast du vielleicht irgendwie einen Moment wo du sagst das war irgendwie so das Tollste oder auch gerne Produktion?

00:30:56: Also ich glaube tatsächlich dass diese diese Vorstellung auf dem Westwind Festival ein richtiges Highlight oder vielleicht das Highlight meiner Spielzeit war, weil natürlich auch da – wir haben jetzt gerade über Publikum gesprochen.

00:31:14: Es ist natürlich auch wahnsinnig kraftvoll wenn so'n kompletter Saal voll damit ist mit zum einen jungen Menschen.

00:31:24: aber junge Menschen die auch sage ich mal ganz explizit sich dazu entscheiden, sich das anzugucken?

00:31:28: Natürlich!

00:31:29: und eben auch schon etwas mehr Theatererfahrung haben.

00:31:32: Und auch eine Freude daran haben, quasi sich zu veräußern

00:31:35: und nicht

00:31:36: zurückzuhalten.

00:31:38: Das war so eine wilde Vorstellung.

00:31:41: Man geht ja so heftig mit oder es gab so viele Lacher wo man sich natürlich total drüber freut.

00:31:51: Ich habe danach auch noch mit ... das waren junge Studierende aus, ich glaube aus Lingen Da kann man ja Theaterpädagogik studieren.

00:32:00: Und ich habe mich mit einer Gruppe danach noch lange unterhalten und das war halt auch total cool, weil die waren so Anfang zwanzig haben sich jetzt entschieden Theater zu machen und du merkst einfach diesen Spirit der dann da im Publikum sitzt.

00:32:15: und also so die Gespräche danach waren auch total spannend überhaupt die Möglichkeit Nachgespräch Mit den Leuten dann zu führen.

00:32:28: Ja, ich würde sagen das.

00:32:30: Das war der schönste Spiel.

00:32:30: Verstehe ich

00:32:31: und danach gekrönt durch zwei Prüfe.

00:32:34: Was will man denn?

00:32:36: Du bist jetzt seit Jahrzehntausend, zwanzig, dreinzwanzig.

00:32:40: Da bist du erst mal als Gast zu uns an's Kiotee gekommen.

00:32:43: Und welche Produktionen

00:32:45: war das?

00:32:46: Ich war für gleich andere von Martina Fanboxen.

00:32:51: Es war was mit dem Hasen,

00:32:53: ne?

00:32:53: Genau!

00:32:55: Das war quasi auch so eine... Eigentlich so eine Quiz-Show, das war eine mobile Produktion mit der wir an unterschiedlichen Einrichtungen und Schulen sind wir immer angefahren mit unseren Kisten.

00:33:07: Und haben eigentlich so eine quiz Show darüber gemacht um es ganz runterzubrechen was Diversität bedeutet.

00:33:16: Genau da bin ich... Hier wird das erste Mal für hergekommen und dann bin

00:33:21: ich da geblieben.

00:33:21: Genau, eine Spielzeit spät.

00:33:23: Bist du hingewiesen?

00:33:24: Was uns erfreut!

00:33:25: Richtig cool.

00:33:26: Hast Du in Deiner ganzen Zeit hier am KOT einen Highlight was Du festmachen kannst?

00:33:31: Wahrscheinlich schwer aber sind ja jetzt schon ein paar Spielzeiten.

00:33:36: Also ist es auch wieder ein Festival.

00:33:41: Aber was auch richtig schön war War die Gastspielreise.

00:33:48: mit kein leichter Fall.

00:33:50: da durfte ich die Rolle der Mediatoren übernehmen und in dem Stück geht es eigentlich um einen Täter-Opferausgleich.

00:34:01: Und ich durfte den auf der Bühne mediieren, glaube ich sagt man so.

00:34:07: Und damit sind wir nach... wie heißt das da?

00:34:13: Ich will Süditalien sagen aber es heißt Südtirol!

00:34:17: Sind wir nach Südtiohl gefahren?

00:34:21: Ich glaube, wir waren in vier oder fünf Südtiroler Ortschaften und haben da unser Stück gespielt.

00:34:29: Das hat mir so viel Spaß gemacht weil es eigentlich ist dieses Stück auch ein ganz einfacher

00:34:34: Aufbau

00:34:35: Es gibt den Täter, es gibt das Opfer Und dann noch jeweils die Familien und mich Die versucht, die beiden zu einer anderen außergerichtlichen Einigung zu bringen Und so der Versuch sich gegenseitig zuzuhören, es werden Vorwürfe gemacht.

00:34:52: Es gibt eben diesen einen Teenie in das Haus von des Opfers also einer älteren Frau eingebrochen ist und da vandaliert hat.

00:35:04: Das ist halt auf eine Art und Weise auch so cool weil Tom Ehrlichmann hat den Täter gespielt.

00:35:09: Der sitzt dann mit seiner schwarzen Jacke und zum Hoodie und hockt so dar.

00:35:15: Ich beginne das Stück... Und ich sehe dann auch diese ganzen Jugendlichen mit ihrem Hoodie und ihrer Jacke.

00:35:22: Es macht einfach so, ja!

00:35:25: Und die sind so dran weil natürlich es sind ja solche Fragen wie... Wie soll ich sagen?

00:35:32: Es ist so einfach aber trotzdem so dramatisch.

00:35:36: Wie spricht man miteinander wenn man ein Konflikt hat?

00:35:39: Wann geht's auch mal hoch wann hört sich wieder zu kann man sich wiederzuhören?

00:35:45: Man kann sich da sehr gut reinversetzen und ich durfte eben die Gastspielreise mitmachen.

00:35:50: Ich hatte das Stück hier selber im KJT nicht gespielt, da war ich noch nicht da.

00:35:55: Ich durfte dann diese Gastspieleisen machen und das hat mir wirklich... Richtig cool!

00:35:58: ...sehr viel

00:35:59: Spaß gemacht.

00:35:59: Vor allem so Gastspielen schweißen ja nochmal mit den anderen Teamkolleginnen nochmal irgendwie anders zusammen.

00:36:04: Voll coole Erfahrung.

00:36:05: Ich war dann noch nicht lange da und das war irgendwie so voll der schöne Einstieg.

00:36:09: Ja

00:36:09: glaube ich.

00:36:10: Dann lass uns doch mal Ein bisschen über dich sprechen und über deinen Werdegang.

00:36:14: Du kommst ja aus Berlin, was hatt ich hier nach Dortmund verschlagen?

00:36:19: Warum?

00:36:23: Also... Ich meine natürlich die eine Sache ist dass man als Schauspielerin auch so ein bisschen guckt wo gibt es denn Angebote?

00:36:37: Wo fühle ich mich dann auch wohl?

00:36:39: Da hatte Dortmund auf jeden Fall schon mal für mich gestimmt.

00:36:42: Ich muss aber auch sagen, also ich bin in Berlin aufgewachsen und zur Schule gegangen und so.

00:36:47: Äh...ich bin dann aber auch relativ schnell.

00:36:49: Also ich war immer wieder da, aber war dann auch total viel weg und unterwegs Und nach so Auslandsreisen und dem Wieder zurückkommen nach Berlin wo ich dann so dachte Ah!

00:37:04: Ich weiß immer noch nicht was ich machen

00:37:05: will.

00:37:06: Habe ich ganz viele Abstecher Genau.

00:37:09: Also ich habe einen Jahr lang in Theologie studiert, ich hab ein Jahr lang visuelle Kommunikation studiert und war so auf eine Art von Weise... Ich würde jetzt nicht sagen lost aber war so.

00:37:20: naja, ich mach mal dies, ich mache mal das, ich probiere es aus und darüber habe ich dann auch schon in kleineren Städten in Deutschland gelebt.

00:37:29: also visuelle kommunikation habe ich in Braunschweig gemacht und mein Studium selber war ja an der ADK Baden-Württemberg, was an Ludwigsburg stationiert ist.

00:37:40: Das ist nördlich von Stuttgart und ja so ich glaube manchmal denkt man vielleicht Berliner in die Wolle nur in die großen Städte oder sowas und ich fühle mich auch in Berlin immer noch sehr wohl.

00:37:55: aber durch diese ganzen Umwege hatte ich jetzt mittlerweile eigentlich auch immer das Gefühl da wo ich bin muss ich mit den Menschen, die da auch sind wohlfühlen.

00:38:09: Genau das war jetzt für mich in Dortmund absolut der Fall!

00:38:12: Ich habe mich auch gefreut.

00:38:13: nach meinem Abschluss habe ich eine Weile frei gearbeitet und hab es auch sehr genossen.

00:38:20: also so ja...ich mache auch immer noch gerne freie und kollektive Arbeiten und versuche das auch teilweise mit meinem Arbeitsalltag hier zu verbinden.

00:38:31: Also letztes Jahr habe ich ne freie Produktion noch nebenbei gemacht.

00:38:34: Aber ich muss auch sagen, ich war danach zwei Jahren frei arbeiten oder freischaffen zu sein.

00:38:40: Auch froh wieder für eine Zeit lang an einem Ort anzukommen und nicht von Gästewohnung zu Gästewohnungen zu sprengen.

00:38:48: Verstehe ich ja!

00:38:49: Und auch irgendwie erstmal zu wissen... Ich bin erst mal fest hier und genau kann nebenbei noch ein bisschen gucken.

00:38:56: Ja und du hast auch Inszenierungserfahrung, auch schon Erfahrung bei Film- und Fernsehen gemacht richtig?

00:39:04: Also dadurch nur mitgespielt.

00:39:06: Ja, genau!

00:39:09: Das Schöne ist an der Hochschule, an der ich studiert habe oder an der Akademie.

00:39:14: Neben dran ist die Filmakademie und dadurch gibt es eigentlich bei uns, gab's da immer einen starken Schwerpunkt auch auf Film- und Fernsehen und man hat schon sehr viele Seminare in die Richtung einmal grundsätzlich vom Curriculum vorgelegt bekommen aber natürlich Bekanntschaften geschlossen mit den anderen Filmstudierenden von der Filmakademie.

00:39:39: Und genau so gab es dann da die ersten Zusammenarbeit, das war dann halt zur Studienproduktion und ich bin dann über die Lehrenden, die bei uns Film- und Fernsehen gemacht haben.

00:39:53: Gabs zwei Regisseure, bei denen ich auch mal was mitspielen durfte und wie das ja in der Branche ist.

00:39:59: Jops kommt von Jops!

00:40:03: war das was natürlich, was mir irgendwie so gut getan hat.

00:40:08: und dann habe ich in ein paar Fernsehproduktionen mitgespielt.

00:40:15: Cool!

00:40:16: Und machst du da auch gerade etwas in die Richtung oder hast du keine Zeit für den ganzen Proben hier?

00:40:20: Leider ist es oft schlecht vereinbart.

00:40:23: tatsächlich also Film- und Fernsehen lebt ja auch von der Extremflexibilität uns fest engagierte, eigentlich oftmals nicht zu stemmen.

00:40:38: Also es gab Situationen wo das dann einfach zeitlich nicht ausging.

00:40:42: was jetzt ganz schön ist wo ich mitspielen konnte is der Film Liebhaberin dass er basiert auf dem Roman von Elfriede Jalinek und Debütfilm von der Regisseurin Coxy und er hatte jetzt Premiere auf der letzten Berlinale.

00:41:00: Ach cool!

00:41:01: Also im Februar, und wird dann im

00:41:04: Herbst

00:41:05: in die Kinos kommen.

00:41:06: Sehr cool!

00:41:07: Und das war natürlich supercool weil eben Debütfilmen von von den Regisseuren, wo wir jetzt auch nicht wussten... also es war schon geplant dass es eine Kinopremiere geben würde aber dass sie jetzt eben Premiere bei der Berlinale haben konnte war natürlich toll.

00:41:21: Mega Ja.

00:41:24: Also alle im Herbst dann einen Kunden?

00:41:26: Ja,

00:41:26: es ist eine kleine Rolle.

00:41:27: Aber trotzdem... Nichtsdestotrotz war das natürlich für mich auch sehr aufregend da hinzufahren und wenigstens dann auch so in Teilen bei Q&As mit dabei zu sein.

00:41:41: und das Team nochmal.

00:41:42: Man lernt ja immer nur sehr punktuell die anderen MitspielerInnen kennen also die die bei einem in der Szene sind und auch mal die anderen Leute kennenzulernen.

00:41:49: Das ist natürlich einfach ein Riesenunterschied von Film- und Fernsehen.

00:41:54: So, jetzt wie ich Katja gesagt habe es ist ja fast Ende der Spielzeit.

00:41:58: Wir sind kurz vor der Sommerspause.

00:42:00: Ich freue mich!

00:42:01: Lass uns mal an die Zukunft schauen auf die nächste Spielzeit.

00:42:05: aber bevor wir über Stücke sprechen wo du gegeben hast oder vielleicht schon weißt das du denkst mitspielen wirst müssen wir einmal über die Produktion Miau sprechen denn da wirst du ja deinen Regie-Debüt hier am Haus geben was richtig cool ist.

00:42:23: Ja, es ist total aufregend.

00:42:24: Also freu mich wahnsinnig!

00:42:26: Ich habe ja vorhin einmal schon kurz erzählt dass ich in der Vergangenheit auch kollektive Arbeiten gemacht hab und da war das eigentlich immer so ein Zusammenschluss von.

00:42:36: wir spielen gemeinsam Wir inszenieren uns ehrlich gesagt gegenseitig oder jeder gibt mal seine Meinung ab Mal mit mehr so diesem Prinzip von outside eye oder also so... Mal war das geordneter, mal vielleicht viel anarchistischer.

00:42:55: Das sind so meine Erfahrungen, auf die ich jetzt zurückgreife in meiner ersten Inszenierung, in der ich so komplett nur die Position der Regieperson einnehme und ich bin mit diesem Thema eigentlich das war ehrlich gesagt erst letzten Herbst also Ende Spätsommer bin ich auf Andreas Grun zugegangen und habe ihm sehr viele unterschiedliche Sachen Also Ideen gepitscht, auch für Stück Entwicklung.

00:43:21: Was mich interessiert was ich gerne machen wollen würde und glücklicherweise hat er mir das Vertrauen entgegengesetzt, mich jetzt etwas inszenieren zu lassen und er kam dann relativ kurz nach unserem Gespräch auf mich zu und erzählte mir dass es Gespräche mit Anna Lepper und dem Verlag darüber gibt eine weitere Uraufführung von ihr bei uns am Haus zu machen wo ich natürlich schon ganz hellwürdig wurde.

00:43:50: Ich hatte viel von ihr im Studium tatsächlich gelesen, ich habe noch nie ein Stück von ihr auf der Bühne gesehen aber ich kannte schon einige Texte und genau es gab ja schon zwei auch Co-Produktion oder Uraufführung von ihr auch selber am KJT also gibt's schon eine längere Arbeitsbeziehungen.

00:44:09: Ja als ich dann hörte um was das eigentlich in Miau gehen soll und zwar eine Tier- und Pflanzenkonferenz, in der die Tiere darüber entscheiden wollen wie es eigentlich mit der Menschheit weitergeht.

00:44:21: Und wie man zusammen auf diesem Planeten leben kann war ich komplett begeistert weil ... Es ist auch einfach so also... Ich liebe!

00:44:30: Ich liebe absolut Tiere auf der Bühne.

00:44:32: Ja.

00:44:35: Und dann noch in diesen Setting war ich so ja, ich glaube da würde ich sehr glücklich mit sein, damit jetzt mein Regie-Debüt zu machen.

00:44:46: Und ich bin natürlich auch in einer tollen Position, dass ich das Haus schon so gut kenne und die Leute, die jetzt in dem Stück mitspielen, mittlerweile drei oder vier Jahre Arbeitsbeziehung mit denen habe.

00:45:08: auch Wissensvorsprünge, dass ich weiß wie etwas gut lieh oder auch mit den Leuten sprechen kann, worauf sie Lust haben was sie vielleicht mal gerne probieren wollen würden wo man so in so einen produktiven Austausch kommen kann.

00:45:23: Wie war das mit der Besetzung?

00:45:24: Wie lief das ab?

00:45:26: Konntest du dir irgendwie Wünsche äußern wer zu welcher Rolle passen würde oder wie läuft das so ab im KOT?

00:45:34: also es war klar alle besetzt werden müssen.

00:45:41: Also eine Produktion war schon geplant, dadurch wir sind ja acht Leute im Ensemble ich fall dann weg das ist noch sieben übrig.

00:45:48: Dann war schon längerfristig eine andere Produktion geplant und dann wusste ich okay Wir haben jetzt fünf Figuren auf der Bühne eigentlich sogar sechs wo man dann eh nochmal kreativ werden muss.

00:46:04: Und ich hatte dann meine Liste, meiner lieben KollegInnen und die Rollen.

00:46:11: Und hat mir dann Gedanken gemacht was ich spannend finde und habe mit Jacqueline Rausch unserer Dramatogen viele Gespräche darüber geführt was vielleicht welche Sätzen bedeutet oder wo ich mich entscheiden will gegen Klischees zu besetzen nicht mit allen, aber teilweise auch Gespräche mit meinen Kollegen darüber geführt.

00:46:36: Ob sie Interesse daran hätten, jene oder folgende Rolle zu spielen?

00:46:40: Es ist so dass jetzt in dieser Tier- und Pflanzenkonferenz eben auch ein Kind auftaucht also die Schnecke quasi top ediert den Beschluss und sagt Jo Leute wir können eigentlich doch nicht die Menschheit vernichten weil das wollen die Tiere machen.

00:46:56: Sie denken dann wäre der Planet ein besserer.

00:47:01: schauen wir uns doch mal dieses eine Kind an, so ein bisschen wie Sodom und Gomorra.

00:47:05: Wenn man einen guten findet dann können doch vielleicht alle bleiben und dieses Kind muss jetzt herhalten.

00:47:10: und eine Möglichkeit wäre natürlich gewesen zu sagen das Kind spielt die jüngste Person und jetzt aber in dem Fall ist es tatsächlich unser ältester Mitspieler.

00:47:21: Andreas Käncek wird das Kind geben und ich war total aufgeregt weil ich so dachte ich glaube Andreas kann super Kind spielen Aber ich wusste ja auch gar nicht, wie er darauf reagiert

00:47:32: würde.

00:47:33: Ob er darauf Lust hat oder das vielleicht eher eine komplett blöde Idee findet.

00:47:39: und er war dann aber auch begeistert von der Idee jetzt für ihn nochmal ein Kind spielen zu dürfen.

00:47:46: Und eigentlich mein großer Wunsch ist sowieso dass dieses Stück schafft das Publikum egal welchen Alters auf einer Art und Weise zu verzaubern und so die Möglichkeit zu geben Das was Theater kann, sind ja Behauptungsschaften.

00:48:00: Auch unsere Tiere werden tolle Kostüme haben von Stella und Will Flannert Aber natürlich sind es im Endeffekt noch Menschen da drin.

00:48:09: Ich denke auch das Kind muss nicht dem Alter entsprechen Und ich muss sagen jetzt wir proben seit zweieinhalb Wochen.

00:48:18: Also ich freue mich jedes Mal wenn der Kind die Bühne betritt.

00:48:23: Genau ist immer eine nächste Frage Wir wissen ob die Proben gut laufen.

00:48:27: Sehr schön.

00:48:28: Die Premiere ist am achtzehnten neunten, also relativ frühener neuen Spielzeit dann.

00:48:35: Toll, toll, toll.

00:48:36: schon mal vorhin nicht mehr sprechen sollten.

00:48:38: Richtig cool auf jeden Fall!

00:48:40: Ich bin sehr gespannt wie es wird und freue mich voll drauf.

00:48:43: Bin auch sehr

00:48:44: gespannt.

00:48:46: Also liebe Zuhörenden, wie ihr so mitbekommen habt... Programmen auch in der nächsten Spielzeit auf dem KJT-Spielplan.

00:48:56: Wieder viele wichtige Themen, die behandelt werden.

00:48:59: Es gibt einige neue Stücke, die auch zum Teil ab vierzehn Jahren wieder sind z.B.

00:49:05: Superkraftmigrakint.

00:49:06: da geht es um Migration und Mehrsprachigkeit im Oma.

00:49:11: Monika was war?

00:49:13: geht es zum Beispiel um Alzheimer.

00:49:14: also wieder gesellschaftlich relevante nicht immer leichte Themen aber Auf jeden Fall wieder richtig cool, was alles auf der Bühne gezeigt wird.

00:49:24: Da gibt es ja auch wieder das Familienstück zur Weihnachtszeit Hänsel und Gretel in dem werdet ihr wahrscheinlich wieder alle besetzt sein denke ich mal?

00:49:31: Ja wir werden aber zwei Besetzungen haben Fritz Henzler Haus ausziehen.

00:49:39: Weil der Schauspielhaus wird ja umgebaut?

00:49:40: Genau,

00:49:41: wir werden dieses Jahr unsere Schauspiechhausbühnenzeit vermissen und gehen ins Fritz-Henzler-Haus.

00:49:47: Und da ist die Bühne deutlich kleiner was

00:49:50: bedeutet wir

00:49:51: spielen zwei Besetzungen.

00:49:52: Ein bisschen kleinere Rahmen.

00:49:54: Weißt du sonst schon wo du mitspielen wirst in nächster Spielzeit?

00:49:57: Ist das schon irgendwie...

00:49:59: Tatsächlich sind da die Pläne noch nicht raus.

00:50:02: Ja

00:50:02: ich bin auch mal gespannt dass er das gar nicht vorher So wisst, was euch erwarten wird.

00:50:07: Ja richtig gut!

00:50:09: Muss man ja.

00:50:11: Dann bleibt sehr viel alles spannend.

00:50:13: Passt du denn jetzt egal ob du Wirt spielen willst oder nicht?

00:50:16: Eine Produktion auf die du dich so am meisten freust.

00:50:18: Jetzt abgesehen von Miau natürlich war es wahrscheinlich das Spannende erst mal für dich.

00:50:23: Ich muss sagen ich bin gerade so im Miauchüber dass sich... also ich merke auch voll, dass ein dieses Regifühlen ganz in die Gegenwart führt, weil ich denke da am allermeisten drüber nach.

00:50:38: Aber wir werden ja auf jeden Fall in nächstes Jahr auch die Kurproduktion mit der IGA haben und da bin ich einfach total gespannt was das sein wird, auch wenn ich noch nicht weiß was da auf uns zukommt.

00:50:50: aber da freue mich schon drauf.

00:50:54: Ja!

00:50:55: Aber

00:50:56: vor der nächsten Spielzeit sind es erst mal Theaterferien.

00:50:58: genau ist dort nicht mehr lange und dann können wir uns alle ein bisschen erholen.

00:51:03: Hast du irgendwas Schönes geplant in Ferien, falls du weg oder so?

00:51:06: Ja ich habe schöne Ferien vor mir.

00:51:10: Ich werde mal nach Venedig fahren und mit die Triennale angucken.

00:51:16: Dann werde ich mir auch noch tatsächlich viel auf der Ruhetriennale angucken.

00:51:21: also eher auch trotzdem die Ferien auch mit Kunst vollstopfen und ansonsten wahrscheinlich hauptsächlich Familie und Freundin

00:51:31: zu

00:51:31: suchen.

00:51:33: Sehr schön, sehr schön.

00:51:34: Bevor wir diese Folge beenden die letzte Folge der Spielzeit habe ich immer am Ende der Folge noch Rubriken.

00:51:41: was ist einmal der schönste Theatermoment?

00:51:43: das heißt wenn du privat ins Theater gehst was du anscheinend sehr häufig machst hast du da von dem Moment ich kaufe mir ein Ticket oder ich bekomme einen Ticket für die Vorstellung bis ich fahre nach der Vorstellung nach Hause hast du in diesem ganzen Ablauf ein Moment wo du sagst es ist immer mein Lieblingsmoment.

00:52:06: Es gibt auf jeden Fall den Moment, wo mich was im Publikum schon selber total abholt.

00:52:15: Wo mich das, was auf der Bühne passiert, angeht.

00:52:18: Das ist natürlich meistens irgendwann während des Stückes und aber mein Lieblingsmoment sonst sind die Gespräche danach über diesen Moment im Auto, in der Bahn oder in der Bar stattfinden.

00:52:38: Das ist dann relativ zufällig aber ich liebe das danach darüber zu sprechen was man gesehen

00:52:44: hat.

00:52:45: Ich sitze da auch manchmal und freue mich schon auf die Pause Das Ende des Stücks, aber auch für die Zeit danach.

00:52:52: Weil ich dann irgendwas unbedingt mit den Personen teilen möchte, mit denen ich da bin.

00:52:56: Dann denke ich so, das muss ich gleich unbedingt sagen!

00:52:57: Ja und

00:52:58: ich freue mich eigentlich immer mit Begleitung in der Arter.

00:53:02: Ich freue mich auch immer wahnsinnig darauf zu hören was die andere Person gesehen hat oder ich mag auch die Fragezeichen.

00:53:10: Aber das finde ich mal super spannend.

00:53:13: Hast du einen Lieblingsmoment im Ablauf?

00:53:16: Wenn du auch selbst auf der Bühne stehst...

00:53:21: Ich glaube, ich mag schon sehr gerne den Moment bevor es losgeht.

00:53:24: Also wirklich ganz kurz bevor's los geht war man natürlich dann nochmal.

00:53:31: also so manchmal jetzt wenn es keine Premiere ist gibt es ja einen Alltag und hat manchmal nicht so super viel Zeit sich auf die Vorstellung einzugroofen.

00:53:45: aber trotzdem merke ich dann immer wie sich noch mal ein Schalter umlegt bevor es auf die Bühne geht.

00:53:52: Und ich denke immer wie toll, dass man das so durchlebt.

00:53:58: Dass eigentlich dieses auf die Bühne gehen sich vor als Publikum zu stellen was das mit

00:54:04: einem macht.

00:54:05: An dem Moment wenn das Adrenalin dann so kommt und es gleich los geht und so ruhig wird.

00:54:09: Ja, zeig mal!

00:54:11: Am Ende habe ich noch entweder Oder-Fragen für dich lieber die KJT-Bühne oder die Schauspielbühne?

00:54:22: Am liebsten beide.

00:54:24: Und es ist nicht entweder

00:54:25: Uhr oder Buu.

00:54:27: Na ja, die Schauspielbühne gibt's jetzt also... ...die wird's ja so nicht mehr.

00:54:31: deswegen gegen wie ihr den Punkt

00:54:33: verstehe.

00:54:34: Große Schauspielbühnen, ja!

00:54:35: Das ist schon besonders, auf jeden Fall.

00:54:37: und eher die KOT-Bühne oder das Skelly?

00:54:41: Die KOT

00:54:42: Bühne.

00:54:43: Spielzeit Anfang oder Spielzeit Ende?

00:54:47: Spielzeitende.

00:54:48: Warum?

00:54:52: Ich glaube also, weil ich gerade habe ein super schönes Spielzeitende und ich hab auch das Gefühl dass ich dieses Jahr gar nicht so erschöpft bin.

00:55:00: Ja!

00:55:01: Und ich auch viele schöne zurückblicken kann.

00:55:04: Schön.

00:55:04: Ja.

00:55:05: Ja, schön.

00:55:06: Lieber Sommer oder Winter?

00:55:08: Sommer.

00:55:10: Trotz der Hitze.

00:55:11: Trotter Hitze ja.

00:55:13: Ganz ehrlich es geht uns doch allen besser.

00:55:14: Es geht

00:55:15: uns einfach wirklich allen besser.

00:55:19: Und wegen mir auch bin ich draufgekommen, Katzen oder Hunde?

00:55:24: Katzen.

00:55:25: Spielst du lieber lustige oder ernste Rollen?

00:55:27: Lustiger

00:55:28: und die letzte Frage ein bisschen gemeint vielleicht Berlin oder Dortmund?

00:55:32: Berlin!

00:55:35: Ich

00:55:35: kann nicht den Rücken zukehren.

00:55:37: Nein

00:55:37: nein das ist vollkommen okay.

00:55:39: Ja vielen vielen Dank Saar dass du die Zeit hattest.

00:55:42: Ich danke dir.

00:55:45: Regie, Proben und Vorstellung heute Morgen.

00:55:48: Und Spielzeitende noch die Zeit gefunden hast und wir hier die schöne Folge zum Ende dieser Staffel aufnehmen konnten.

00:55:54: Ja

00:55:55: ich wünsche uns allen eine ganz fantastische Sommerpause.

00:55:57: Oh ja!

00:55:58: Die würde ich auch.

00:55:59: Und dann Spielzeit anfangen?

00:56:01: Genau.

00:56:03: Dann halt noch gut durch die letzten Proben.

00:56:06: Euch ihr Lieben danke ich wie immer fürs Zuhören.

00:56:09: Ich danke euch für diese richtig tolle vierte Staffel.

00:56:12: das war wirklich sehr tolle Gespräche und tolle Folgen.

00:56:16: Und ich kann es kaum erwarten, wenn's nach den Theaterferien weitergeht, wanns genau weiter geht, kann ich noch nicht sagen aber das erfahrt ihr auf Social Media.

00:56:24: also folgt besser dem Theater Dortmund und auch gerne im KJT Dortmund aus Social Media Und folgt auch gerne diesen Podcast auf den Streaming-Plattformen.

00:56:34: Dann bekommt ihr auch die Benachrichtigungen, wann die nächsten Folgen erscheinen.

00:56:38: Ja vielen Dank fürs Zuhören!

00:56:40: Hinterlasst gerne wie immer ein Feedback und ich freue mich wenn wir uns nicht in einem Monat sondern nach dem Theaterferien wieder hören und dann weiter geht mit Staffel fünf.

00:56:51: bis dann tschüss.

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