#72 Bühne frei für Ballettmeisterin und Choreografin Bojana Nenadović
Shownotes
„Das, was ich gerade hier in Dortmund erlebe, finde ich unglaublich anerkennend, sehr herzlich und das ist schon sehr berührend.“
Bojana Nenadović ist seit der letzten Spielzeit Ballettmeisterin am Ballett Dortmund und erzählt Linda, welche Aufgaben sie in dieser Funktion übernimmt. Natürlich sprechen die beiden auch über »Dracula«, die düstere und pompöse Spielzeiteröffnungspremiere im Ballett. Die Produktion ist nicht nur tänzerisch herausfordernd, auch die Ausstattung und die Lichttechnik haben alles gegeben und arbeiten sogar mit dem ein oder anderen Trick: „Noch mehr als in anderen Balletten ist in dieser Produktion besonders wichtig, das, was beleuchtet wird, aber auch das, was nicht beleuchtet wird.“
Die ehemalige Profitänzerin spricht außerdem über ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem Choreografen Edward Clug und warum sie sich mit der Produktion »Radio and Juliet«, die sie mit dem NRW Juniorballett einstudiert hat, besonders verbunden fühlt.
Neben der Einstudierung bestehender Produktionen, choreografiert Bojana in dieser Spielzeit auch ein ganz neues Ballett: Die bekannte Buchvorlage »Der kleine Prinz« wird im April 2027 uraufgeführt. Bis dahin ist noch viel zu tun: Choreografie, Musik, Inszenierung ‒ alles muss am Ende stimmen.
„Wir sind da sehr unterschiedlich als Menschen, aber je freier ich bin, desto schwieriger für mich. Also je enger der Rahmen, desto leichter kann ich kreativ werden.“
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00:00:00: Und dann hat man die Erlaubnis, eine Rolle zu haben.
00:00:03: Sodass all diese Technik in den Hintergrund treten kann und man sich völlig darauf konzentrieren kann mittels dieser Bewegung eben diese Gefühle übertragen.
00:00:11: Ja das Besondere an der Zusammenarbeit war ja dass diese Choreografie sozusagen für dich damals als Tänzerin was kreiert worden ist Und das Publikum weiß gar nicht, dass die
00:00:20: Original
00:00:22: aus dem Video hier auch mit im Raum ist.
00:00:24: Das ist einfach eine schöne Geschichte!
00:00:25: Ich finde es total cool.
00:00:26: Für mich persönlich war das ein großer Spaß.
00:00:29: Das klingt total...
00:00:30: Das was ich gerade in Dortmund erlebe, finde ich unglaublich anerkennend sehr herzlich und es ist schon sehr berührend.
00:00:38: In dieser Spielzeit kreierst du ebenfalls mit dem NRW Junior Ballett die Ohraufführung von der kleine Prinz.
00:00:45: Gerade bei Dracula habe ich so oft gedacht wow Wie gut ist die Person gerade spielen?
00:00:49: Noch mehr als in anderen Balletten, ist es in dieser Produktion besonders wichtig.
00:00:53: Das was beleuchtet wird aber auch das was nicht beleuchtete wird.
00:00:57: Ich glaube dass wird eine riesige Gänsehautproduktion.
00:01:18: Ja, jetzt ist schon die zweite Aufnahme in dieser Spielzeit.
00:01:21: Wir sind einfach schon wieder mitten drin.
00:01:23: Man ist einfach schon mit in der Spielzeit und es ist viel los.
00:01:25: Es ist auch wieder viel passiert seit der letzten Folge.
00:01:27: Es gab zum Beispiel mehrere Wiederaufnahmen bei uns im Kinder- und Jugendtheater.
00:01:32: Es gibt vieleharmonische Konzerte unter anderem auch das Konzert mit Matthew über das wir in der letzten Folie intensiv gesprochen haben.
00:01:38: Gestern hat die junge Opa die Premiere von Wie klingt Grün?
00:01:43: Und jetzt gerade laufen parallel zu dieser Aufnahme tatsächlich auch die Endproben von unserem Ballett Dracula.
00:01:50: Da ist jetzt, wenn wir heute aufnehmen am Samstag also übermorgen, die Premiere und ich nehme heute die Folge im Foyer auf.
00:01:57: das heißt, wenn ihr zwischendurch ein bisschen Musik oder irgendwas hört dann sind das bestimmt oder vielleicht die Proben von Dracula, die hier wirklich nebenan im Saal im Opernsaal stattfinden.
00:02:07: darüber sprechen wir auf jeden Fall gleich noch ein bisschen mehr denn wir bleiben heute thematisch im Ballett.
00:02:11: Ich freue mich nämlich sehr, denn bei mir sitzt unsere Ballettmeisterin Bojana Nenadowicz.
00:02:16: Hallo!
00:02:16: Ja danke für die Erinnertung, freu ich mich sehr.
00:02:19: Hallo Bojanna schön dass du hier bist.
00:02:21: Du bist jetzt seit der letzten Spielzeit bei uns am Haus, Ballettsmeisterinnen genau.
00:02:27: Du bist eine von drei Ballett-MeisterInnen bei uns bis aber auch Choreografin und standest auch früher selbst als Tänzerin auf der Bühne.
00:02:35: Also einen sehr spannenden Lebenslauf, auf dem wir gleich auf jeden Fall noch näher eingehen werden.
00:02:40: Aber mal ganz kurz für alle Leute, die das vielleicht noch nie gehört haben oder schon öfter mal gelesen haben aber nicht wissen was es bedeutet.
00:02:47: Was genau macht denn eine Ballettmeisterin?
00:02:49: Also was sind deine Aufgaben hier im Haus?
00:02:52: Als Ballett-Meisterin bereitet man ganz klassischerweise zunächst einmal das tägliche Training vor.
00:02:58: also die Tänzerinnen und Tänze haben jeden Morgen eine Stunde fünfzehn bis anderthalb Stunden ein Training dass sich zusammensetzt aus Übungen an der Stange in der Mitte und dann eben springen.
00:03:10: Und diese sind ganz klassisch, wie man sie auch in der Schule erlernt nur natürlich mit etwas schnellerem Tempi- und etwas komplexeren Zusammensetzungen.
00:03:19: Danach finden Proben statt für das laufende Reparator oder auch für Stücke die vorbereitet werden.
00:03:26: Und da wir ja, wie du schon erwähnt hast zu dritt sind, teilen wir uns diese Stücke auch untereinander auf.
00:03:31: Meistens sind wir zu zweit für eine Produktion verantwortlich aber manchmal kommt es auch vor dass ein einzelner Ballettmeister für eine Produktion arbeitet.
00:03:40: Und da geht es darum, zunächst einmal neue Tänzerinnen und Tänzern die Schritte beizubringen.
00:03:45: Das heißt das erst mal die Choreografie erlernen, dass sie die Musik kennen lernen, dass sich die Schritten auch auf die richtigen Zählzeiten ausführen.
00:03:52: Hauptsächlich geht es ja darum, dass Sie in der Gruppe dann tanzen,
00:03:56: d.h.,
00:03:56: Sie müssen mit allen anderen zusammen sein man muss aufeinander achten.
00:03:59: D.h.
00:04:00: gerade beispielsweise bin ich für das Ballett Frieder verantwortlich und wir haben jetzt sechs neue Junioren Und die müssen alle mit eingeführt werden.
00:04:10: Das heißt, parallel zu Dracula haben mir meine Kollegen ermöglicht hin und wieder mal mit einzelnen Union auch diese Sachen schon leicht vorzubereiten so dass wenn wir dann mit dem ganzen Ensemble mit den Proben starten sie schon ein bisschen eine Ahnung haben was da auf sich zukommt.
00:04:25: Also sozusagen nochmal so einzeln
00:04:27: Proben?
00:04:28: Ja, einzig Proben sowieso dann wenn es Rollen betrifft.
00:04:31: Also wenn es dann tatsächlich in die Ausarbeitung von einzelnen Hauptrollen geht, ist das meistens sowieso also die unterschiedlichen Besetzungen.
00:04:39: aber denn später wenn man weiß wer welche Vorstellung tanzen wird, dann geht man sehr spezifisch natürlich auf diese Besetzung ein.
00:04:46: Das heißt du würdest sagen als Ballettmeister oder Ballett-Meisterin sollte man Tanzerfahrung mitbringen denke ich mal.
00:04:51: ne
00:04:52: Nun, ich will sagen jetzt eine absolute Vorgabe.
00:04:56: Also das muss sein ja.
00:04:57: Eine Anforderung.
00:04:59: man muss selber auch auf der Bühne gestanden haben.
00:05:02: es ist vielleicht nicht unbedingt notwendig dass man solistisch auf der bühne stand aber man muss in jedem Fall Erfahrung haben was was auch so eine Ensemble Arbeit und auch Tarte Arbeit bedeutet.
00:05:13: Ja, auf jeden fall!
00:05:14: Jetzt hast du gerade schon gesagt dass es einmal das Training gibt neben den Proben darüber habe ich auch schon mit dem Ballettänzer gesprochen, die bei mir mal im Podcast zu Gast waren.
00:05:24: Weil das wissen ja viele Menschen nicht, die gar keinen Bezug unbedingt zum Theater haben oder einfach... Ja ich glaube vielleicht sogar der Großteil des Publikums weiß gar nicht dass es wirklich auch ein Vollzeitjob ist, Tänzer inzusein, ne?
00:05:35: Das ist wirklich morgens anfangt mit Training und dann geht's eben weiter mit den szenischen Proben weil der Körper muss aufgewärmt werden und genau also da gehörn' ich nur in Anführungszeichen die Vorstellung abends zu sondern das sind sehr wirklich Leistungssport, der täglich anfällt.
00:05:49: Auf
00:05:50: jeden Fall und ich finde es dann auch interessant das auch also dass sich so ein Vorurteil solange hält weil ja nur zu meiner aktiven Karriere als ich noch sehr jung war War das auch schon eine Frage, was machst du den Tagsüber
00:06:02: so ungefähr?
00:06:02: Also jetzt ein bisschen karikiert aber ja.
00:06:04: Ja total!
00:06:05: Und also wenn das heute immer noch hinterfragt wird dann ist es vielleicht doch schon ein bisschen bedarf da, um etwas aufzuklären und hinter die Kulissen blicken zu lassen.
00:06:15: Genau,
00:06:16: deswegen werde ich es auch nicht müde immer drüber zu sprechen in jeder Folge
00:06:19: die mit dem Ballett
00:06:20: zu tun hat genau weil ja auch dass eben dieses Training gibt morgens eben nur die Proben, in denen man wirklich dann scenisch einstudiert.
00:06:29: Das ist glaube ich auch total spannend.
00:06:30: Ich denke
00:06:30: das ist insofern wichtig weil dort wirklich jede Tänzerin und jeder Tänster die Zeit hat nur auf sich zu fokussieren also die eigenen sei es die Technik sei es auch wenn man vielleicht so kleine WW-chen hat dass man da ganz gezielt einfach selber auch gut dosiert was man macht.
00:06:46: und das ist eine Art von mentaler Hygiene auch dazu weil man sich einfach konzentriert auf sich selber für diese eine Viertelstunde oder anderthalb Stunden Und man muss nicht darauf achten, mit allen anderen zusammen zu sein oder dem Partner.
00:06:59: Oder halt die Musik und man selbst und die Übungen, die man vorgezahlt bekommt und dass man versucht einfach in diesem Moment zu sein.
00:07:06: Das kann auch etwas sehr Schönes und Beruhigendes haben.
00:07:10: Spannend,
00:07:11: so habe ich das gar nicht gesehen!
00:07:13: Ja, und Handshinein kennen ihren Körper glaube ich besser als jeder andere.
00:07:17: Gut, ich denke, dass viele Sportler ihren Körper kennen ist es einfach eine andere Art von... Ja, sehr, sehr physischer Hohe Leistung.
00:07:24: Ja,
00:07:25: jeden Fall!
00:07:26: Dann lass uns doch gerne mal auf deinen Weg hierher nach Dortmund schauen und über deinen Werdegang sprechen.
00:07:32: Wie wir jetzt gerade schon, wenn wir es gesagt haben warst du ja früher selbst Profitenzerin.
00:07:36: Wusstest du schon immer dass du Tänzerin werden möchtest?
00:07:39: Dass du das machen möchtes?
00:07:40: Wie ging das bei dir los?
00:07:41: Das ist eine lustige Frage.
00:07:43: ich glaube tatsächlich wusste ich das schon immer aber ich glaube das auch viele besonders Mädchen das meinen zu wissen.
00:07:50: Ich glaube nicht, dass ich das wirklich wusste.
00:07:51: es war einfach ein Wunsch und ich bin ja eigentlich mich sehr weit von Dortmund geboren worden hier im Ruhrgebiet.
00:07:59: Ich bin dann in Thorsten lange Zeit gewesen als Kind Und mit zehn Jahren bin ich dann weggezogen eben weil sich dieser Wunscht dann immer klarer abgezeichnet hat, dass er Potenzial hat daraus wirklich einen Beruf zu machen.
00:08:14: Und da war ich an einer Privatschule und meine damalige Lehrerin meinte, wenn ich daraus einen Beruf machen möchte, dann könnte ich nicht mehr bei ihr in der Privatschuhe bleiben weil dann brauche ich andere Fächer und ein ganz anderes Umfeld eine Spielur, die mich unterstützt dahingehend das ich das beruflich machen kann.
00:08:31: So bin ich zuerst nach Köln und danach München und habe dort auch die Akademie abgeschlossen in München an der Hochschule.
00:08:37: Das ist so verfolgt...
00:08:39: Du wusstest, ich
00:08:40: ziehe jetzt hier weg und...
00:08:43: Ja also ich hatte tatsächlich unglaubliches Glück.
00:08:45: Ich denke dass viele sowas nicht haben aber ich bin von meinen Eltern vollkommen unterstützt worden in jeglicher Hinsicht.
00:08:52: meine Mutter wollte mich damals nicht in ein Internat schicken und ist mit mir mitgezogen meiner Schwester und das heißt es war schon ja ein großer Schritt für uns alle.
00:09:01: Oh toll!
00:09:01: Aber mit zehn Jahren da sie es bewusst sein zu haben.
00:09:03: ich möchte da jetzt sozusagen alles auf diese Karte setzen.
00:09:06: das ist glaube ich auch nicht selbstverständlich.
00:09:08: Ich glaube, ich habe das nicht hinterfragt.
00:09:10: Ich
00:09:11: habe daran geglaubt und daran vertraut her.
00:09:15: Und dann hat es auch geklappt?
00:09:16: Dann meidest du grad was durch München?
00:09:18: Richtig!
00:09:19: Ich hab die Schule in München abgeschlossen.
00:09:20: Danach war ich in sehr vielen unterschiedlichen Theatern.
00:09:23: Tatsächlich meine erste Station war Düsseldorf.
00:09:25: Die Leute oben rein.
00:09:26: Düsseldoch-Diesburg.
00:09:28: Ja, wir sind hier.
00:09:29: Das war mein erster Vertrag...
00:09:31: Aufregend.
00:09:32: ...ja als Prostin.
00:09:34: Und das war wirklich eine Anstrengende aber sehr schöne auch Erfahrungen und danach ist die Reise einfach immer weitergegangen.
00:09:41: Ich war auch in Frankreich, in Marseille und in Hamburg bei John Neumeier in Berlin Und dann im Ausland auch.
00:09:48: also ich war in Sagreb als Gast in Kroatien und dann in Slowenien sechs Jahre am Nationalen Theater in Gubianna Als Tänzerin und danach bin ich wieder zurück nach Deutschland!
00:09:56: Ich war ja auch in Gelsenkirchen am Theater.
00:09:58: Das
00:09:58: haben wir gemeinsam für euch auch ein Spielzeug
00:10:02: Ja so und dann auch frei beruflich nicht ein paar Jahre tätig gewesen.
00:10:06: Würdest du sagen, gibt es einen Unterschied im Tänzerinnenberuf?
00:10:09: Ob man jetzt in Deutschland auf der Bühne steht oder im Ausland auf den Wüden, auf denen du getanzt hast.
00:10:15: Sicherlich gibt es Unterschiede natürlich.
00:10:17: also zunächst einmal ist Deutschland wirklich ein was die Theaterlandschaft angeht immer noch ein schlaraffen Land für Spencer und wenn man das so sagen darf.
00:10:27: Natürlich gibt es auch hier Kürzungen und Probleme auch finanzieller Natur aber dennoch ich kenne kein anderes Mann dass so viele Ballettkompanien hat, seien sie jetzt zeitgenössisch oder Tanztheater oder klassisch.
00:10:41: Das ist ja jetzt mal nicht von Bedeutung in diesem Moment.
00:10:43: aber einfach die Möglichkeit zu haben sich als Tänzer irgendwo zu zeigen vorzustellen und einen an einem Theater zu arbeiten ist natürlich besonders gut hier in Deutschland.
00:10:52: Andererseits gibt es natürlich auch wunderschöne Orte und Theater mit großer Geschichte wie in Rom, in Paris.
00:11:00: Und die ich auch ja die Freude und Ehre hatte zu suchen und auf ihn zu tanzen.
00:11:05: Zum Beispiel Frankreich und Italien sind voll von schrägen Bühnen.
00:11:10: also die Bühn haben eine Schräge das heißt nach oben hin zur Operafolie geht es höher das heißt die Schräge fällt ab zum Orchestergaben damit die Zuschauer einfach besser sehen.
00:11:23: Und das ist für Tänzer sehr anstrengend, weil wir arbeiten und trainieren natürlich auf einem geraden Boden im Ballettzeit.
00:11:30: Manche Theater haben auch eine Schräge in den Ballettsälen aber oftmals ist sie gar nicht im selben Verhältnis zu der Schräge wie sie auf der Bühne ist.
00:11:39: Das heißt dennoch findet immer wieder ein Umstellung statt Und wenn man sich dann vorstellt, wir nennen so was eine Manage.
00:11:46: Also wenn man einen Kreis, ein großen Kreis über die gesamte Bühnenfläche dreht oder springt, dann muss man sich vorstellen dass man braucht nicht nur die Kraft um abzuheben für den Sprung und die Energie in die Richtung zu gehen sondern erst mal bergaufsteigen.
00:12:00: Dann muss man die ganze kraft wieder drosseln weil es ja bergab geht und das sind Sachen.
00:12:06: Ja, sind zum Beispiel Eingroßungen.
00:12:08: Das ist sehr spannend!
00:12:09: Das habe ich ja noch nie gehört.
00:12:11: Auf deutschen Bühnen glaube ich in allen Theatern würde ich jetzt behaupten vielleicht lege ich falsch aber zumindest die, die ich kennengelernt habe, die sind alle flach.
00:12:19: Ja das ist ja interessant.
00:12:21: also wieder was gelernt.
00:12:23: Aber da stell ich mir wirklich gewöhnungsbelüftig dann vor.
00:12:26: Dass es
00:12:26: in der Tat eine Spezialität auch drehen einfach die Achse und den gesamten Körperachse das alles umzustellen ist immer eine Herausforderung auch.
00:12:34: Manchmal ist es, wenn man als Kompanie gastieren geht und in diesen Ländern gastiert und dann plötzlich
00:12:39: zu
00:12:39: einer Granbühne auf eine schräge Bühne alles umstellen muss.
00:12:42: Und natürlich je höher die technischen Anforderungen sind, desto größer ist der Anspiel.
00:12:46: Weil der Körper eine andere Kappa-Achse und Ausrichtung benötigt.
00:12:50: Das muss man in kürzester Zeit umsetzen weil gerade auf Gras spielen hat man ja meistens gar nicht die
00:12:54: Zeit
00:12:55: sich groß so eine Bühnen... anzupassen und die Zeit
00:13:00: da
00:13:00: auszuprobieren, wohin.
00:13:01: In welche Richtung schickts mich gerade?
00:13:03: Okay
00:13:04: krass!
00:13:05: Nee also spannend auf jeden Fall.
00:13:07: in der letzten Folge hatte ich Matthew O'Coyne bei mir zu Gast, der aus den USA kommt, der Komponist unter anderem ist und er meinte das fand ich total schön dass ihm auffällt wenn er in Deutschland spielt oder dirigiert dann dass das Publikum so sehr wertschätzend ist, was Kultur uns angeht.
00:13:26: Das hab ich jetzt auch schon öfter gehört und das fand ich irgendwie auch von ihm noch mal voll schön zu hören.
00:13:29: Er meinte, dass die ... Ja, das ist irgendwas ganz anderes.
00:13:32: Das Publikums regelt ganz anders als er es sonst so kennt.
00:13:34: Und das war nicht schön!
00:13:37: Ich muss sagen, das, was ich gerade hier in Dortmund erlebe, finde ich unglaublich anerkennend sehr herzlich.
00:13:44: Es ist schon sehr berührend wie unterstützend das Publikum wird hier.
00:13:48: den Tänzern gegenüber, aber auch den Sängen.
00:13:50: Also ich war ja auch in Opernproduktionen.
00:13:52: Ich finde es insgesamt sehr schön.
00:13:55: Das ist für mich auch sehr auffällig hier auf jeden Fall!
00:13:58: Du hast ja auch jahrelang mit Edward Klug zusammengearbeitet.
00:14:01: Von dem haben wir hier am Haus auch schon viele Choreografien gezeigt, also ich denke vielen Hörerinnen ist dieser Name ein Begriff und seit der letzten Spielzeit ist Edward ja auch bei uns Artist in Residence eine ganz besondere Zusammenarbeit.
00:14:13: das war mir ein großes Anliegen, dass wir heute sprechen, weil die Produktion Radio and Juliet von euch beiden hatte in einer letzten Spielzahl mit dem NRW Junior Ballett Premiere und auch mehrere Gastspiele Und vor kurzem war auch noch mal eine Vorstellung auf der Kokerei Hansa im Rahmen des Fettfestivals.
00:14:30: Da war ich auch, also... Ich hab die Produktion jetzt schon mehrmals gesehen und ich find sie auch ganz toll!
00:14:35: Das ist ja sozusagen im weitesten Sinne Romeo & Julia getanzt auf die Musik von Radio Hedge.
00:14:41: Du kannst gleich gerne immer was zum Inhalt sagen.
00:14:43: aber erstmal vielleicht das Besondere an der Zusammenarbeit war ja dass diese Choreografie für dich damals als du Tänzerin warst kreiert worden ist.
00:14:52: Ja, da ist es richtig.
00:14:54: Das war für mich damals tatsächlich völliges Neuland, weil ich auch ganz neu in Maribord damals war.
00:15:02: Also ich war im Grunde genommen als Gast für diese Portion dann engagiert und es hat sich so ergeben dass er dann auf mich die Choreografie gesetzt hat, weil er hatte schon immer diese Vision Rume & Julia ganz abstrakt darzustellen und in seiner Vorstellung waren das sechs Männer und eine Frau vorher schon zwei sehr erfolgreiche Choreographien gemacht.
00:15:26: Das war noch ganz in den Anfängen seiner choreografischen Karriere und da waren auch andere Tänzerinnen dabei, das heißt es war wirklich überraschend dass er mich da gefragt hat und ich hatte auch keine Ahnung was auf dich zukommt.
00:15:38: Auch bewegungstechnisch nicht!
00:15:40: Und ich glaube das was mich damals als Tänzerin so unglaublich fasziniert hat an dieser gesamten Bewegungssprache war diese sehr neue Koordination die nicht unbedingt mit dem klassisch- akademischen Tanz zu vergleichen ist, aber dennoch wahnsinnig präzise es ist.
00:16:01: Und... Es ist sehr schnell.
00:16:03: natürlich hatten wir auch ausreichend Zeit das vorzubereiten und haben das natürlich nicht in dieser Geschwindigkeit sofort alles kreiert.
00:16:10: Aber ich fand es sehr angenehm mit ihm zu arbeiten weil er sehr klar war in den Anweisungen in dem was er wollte.
00:16:16: Ich glaube seine Vision war einfach so klar dass er dann auch sehr unmittelbar vermischen konnte an die Tänzer und mir hat das sehr große Freude gemacht einfach.
00:16:27: Und ja, ich glaube es ist dann zusammen auch gewachsen und entstanden weil die Energie gut war.
00:16:32: Das hat sich dann gegenseitig genähert und es kamen neue Ideen dazu und es hat einfach immer mehr Freude gemacht und es hatte sehr viel Power.
00:16:41: also auch die weibliche Rolle kann in unterschiedlichen Auftritten sehr viel Energie abgeben und für mich persönlich war das einfach ein großer Spaß.
00:16:52: Das klingt total.
00:16:53: Könntest du dich auch irgendwie dann einbringen?
00:16:55: Also Ideen
00:16:56: oder... Er hat mir wirklich, was die Interpretation dieser Rolle angeht, absolute Freiheit gegeben.
00:17:02: Ich muss dazu sagen dass ich zu diesem Zeitpunkt bereits eine oder zwei, ich möchte nicht lügen, ich kann mich nicht mehr genau erinnern, Julius hinter mir hatte im Repertoire von den Klassischen das heißt die Rolle der Julia war mir interpretatorisch in einer klassischen Version bereits in meinem Körper.
00:17:20: Und das ist auch eine wichtige Erfahrung, dass man bestimmte Rollen im Körper einschreibt und dann gerade wenn es abstrakt wird.
00:17:27: Dass man da einfach ein Erfahrungsschatz hat aus dem man schöpfen kann, wenn es um Details geht, um kleine Blicke, um Gesten, um Kleinigkeiten die eine Beziehung zu der anderen Figur auf der Bühne verstärkt oder ins andere Licht setzt.
00:17:45: Da er mir nie wirklich gesagt hat, da musst du jetzt dorthin schauen, vielleicht über die Schulter oder direkt, oder gerade.
00:17:53: Also die Wege wie ich ein Gefühl interpretiere und dann nach Außentrage war mir völlig frei was dazu geführt hat dass sich jede Vorstellung nach anderen Möglichkeiten gesucht habe.
00:18:04: das heißt es war nie wirklich klar gesetzt.
00:18:07: ja
00:18:07: und
00:18:09: so wie du es gefühlt hast
00:18:10: in diesem Moment Ganz so spontan habe ich es nicht gemacht.
00:18:14: Ich habe mir schon vor der Vorstellung immer Momente im Saal die Zeit genommen, bestimmte Momente auszusuchen und zu schauen, wenn ich das jetzt so mache... ...vor dem Spiegel kann man das ja immer.
00:18:23: Wie wirkt denn das?
00:18:26: Wenn ich das so mache?
00:18:27: Wie spüre ich das?
00:18:28: Also ich habe ein bisschen mit mir selber dann quasi bin ich auf die Suche gegangen wie ich etwas am besten ausdrücken kann was in dem Moment vielleicht an Emotionen rübergebracht werden soll.
00:18:38: Und ja, ich war einfach sehr glücklich über diese Freiheit weil es mir auch wichtig war, habe ich dann die Fahrtranke übernommen und ich versuche auch die angehenden neuen Generationen in dieser Rolle natürlich daran zu bestärken sich da ein bisschen miteinanderzusetzen.
00:18:53: Ja, ich stelle mir die Herausforderungen auch noch mal ganz anders vor.
00:18:57: das war jetzt ja kein Stück was es in dem Sinne schon gab und du hast die Rolle gelernt für dich interpretiert sondern ihr habt sie ja wirklich gemeinsam kreiert.
00:19:06: also es gab ja keine Vorlagen in dem Sinn.
00:19:09: Wow, stelle ich mir wirklich schwer vor.
00:19:10: Aber andererseits auch richtig toll, dass man die Rolle so noch mal ganz selbst erforschen kann und zu dem Eigen machen kann.
00:19:18: Ich finde es eine ganz tolle und spannende Geschichte.
00:19:21: Und ich war ja in Worms mit auf dem Gastspiel.
00:19:24: Das war ja die Premiere der Produktion einer letzten Spielzeit.
00:19:27: Am Anfang sieht man ja auch ein paar Filmausschnitte.
00:19:30: So fängt die Produktion an.
00:19:32: Da sieht man noch dicht damals als Tänzerin Und das war irgendwie so witzig.
00:19:36: Ich hab dann mit meiner Kollegin, wir waren im Saal und haben uns das angeguckt und dachten ... Das Publikum weiß gar nicht, dass sie original aus dem Video hier auch mit dem Raum ist.
00:19:47: Es ist einfach eine schöne Geschichte.
00:19:48: Ich find's total cool!
00:19:49: Ja es ist so entstanden immer auf der Zeit, weil diese Aufnahmen damals auch sicherlich sehr aufwendig waren.
00:19:56: aber ich glaube man hat gar nicht die Zeit und die Ressourcen für jedes Theater noch mal diese Aufnahme neu mit der einzelnen Darstellerin zum... neu aufzunehmen.
00:20:05: Ich glaube, dass einfach dieses Video da geblieben ist und ...
00:20:08: Ja, das ist hervorragend so ästhetisch mit dem Schwarz-Weiß.
00:20:11: Es ist
00:20:11: wunderschön gemacht tatsächlich!
00:20:13: Ich persönlich finde es ein bisschen schwierig.
00:20:15: Am Anfang fand ich sehr schwierig mich immer wieder zu sehen.
00:20:18: Das
00:20:18: war meine nächste Frage gewesen?
00:20:20: Mittlerweile muss ich gestehen, dass sich auch während der Proben natürlich nicht laufen lasse und wenn ich mir dann die Vorstellung anschaue, dann berifte ich sowieso in Gedanken schon, ah, das habe ich gemacht und also da bin ich dann im Kopf auch schon gar nicht wirklich so dabei.
00:20:30: aber ich bin dann schon bei den Tänzern quasi.
00:20:34: Aber ja, also auch das ist etwas, woran man sich gewöhnt.
00:20:37: Es war aber auch ein schöner Moment.
00:20:39: Wir haben diese Aufnahmen tatsächlich bei Edward in seiner Wohnung gemacht und da waren einfach einzelne Bilder auch die er wahrscheinlich im Kopf hatte schon und die hat er dann mit dem ganzen Kamerateam abgesprochen und die haben diese aufnahmen dann so gemacht und zusammengeschnitten.
00:20:53: Und natürlich gibt es dort schon auch subtile Parallelen zu dem was die Geschichte vermitteln soll.
00:21:01: Also wir haben natürlich beginnt dieses Ballett mit einer Retrospektive, Julius in den Moment wo Siromeo eben Tod neben sich findet in der Gruft und da geht sie gedanklich nochmal ihr Leben zurück und überlegt sich was sie für Chancen im Leben hatte, die sie nicht genutzt hat, verpasst hat ob das ein Fehler war, ob es kein Fehler war oder richtig war dass jetzt hier sitzt wo sie sitzt.
00:21:27: Das suggeriert das Anfangsvideo, weil einfach Juliet aus dem Bett steigt.
00:21:32: Sie hat sowas wie einen schlechten Traum, wird davon wach und in diesem Traum hat sie wahrscheinlich von dem Tod.
00:21:40: Romeus hatte sie vor Augen und wacht auf und dann ist es vielleicht doch kein Traum.
00:21:44: Es ist alles so ein bisschen auch offen für Interpretation Und am Ende gibt also dazwischen gibt es auch Aufnahmen einer der letzten Proben, sei es Generalprobe oder Probe.
00:21:55: Weiß ich nicht genau aber da sind auf jeden Fall Aufnahmen die dann auch rückwärts abgespielt werden und in Zeitlupe was auch für das Stück einfach nochmal wichtig ist.
00:22:04: Es geht hier um einen Kampf um zwei Familien die sich nicht verstehen.
00:22:08: so und ja der wird dann auch noch mal projiziert und bildet sozusagen eine Art von Verbindung zwischen unterschiedlichen Szenen.
00:22:16: Und zum Schluss gibt es die Aufnahme von Juliette in der Badewanne.
00:22:20: Aber letztendlich sind da auch Kerzen aufgestellt und da liegt eine Zitrone neben der Badewanne.
00:22:25: Und die Zitronen steht symbolisch für das Gift, was bei Shakespeare in Romain Julia eben verhindert wird.
00:22:32: Habe ich das doch richtig interpretiert?
00:22:33: Weil auf der Bühne wird ja bei Julia dann auch in die Zittrone.
00:22:36: Richtig!
00:22:36: Also wir
00:22:37: haben ja eine sehr abstrakte Szene der Trauung also der Hochzeit.
00:22:42: Sie schweitet auf den Altar zu.
00:22:45: In dem Moment wo sie darauf hingeht... kommen unterschiedliche potenzielle Romeos an ihre Seite und gehen wieder weg.
00:22:52: Und am Ende kniet sie mit Romeo nieder, und der Priester, der sie traut gibt ihr ja die Zitrone.
00:22:59: wie auch bei Shakespeare gibt er auch der Prister Juliet das Gift und deswegen beißt sie da hinein.
00:23:05: am Ende und dieses Zitronen liegt eben auch neben der Badewanne und sie liegt dort wie in einem Sarg, da sind auch Kerzen aufgestellt Und während diese Bilder abgespielt werden, schreitet der Tänzer der Romeo darstellt über die Bühne und bleibt da stehen.
00:23:21: Er sieht sie
00:23:23: aber
00:23:23: auf dem Video und geht dann ab und trägt sie dann quasi denkend dass sie tot sei.
00:23:30: Trägt er sie eben aus dieser Gruft raus und im nächsten Moment hält sie ihn.
00:23:35: das heißt er hat sich umgemacht und sie hält in ihren Armen Und dann liegt er eben tot neben ihr und ist der Moment der Entscheidung.
00:23:44: Wird sie sich umbringen oder nicht?
00:23:46: Und das ist dann der Moment, wo sie sich dafür entscheidet es gibt zu nehmen... ...und dass letzte Solo dann hat vor sie stoppt.
00:23:55: Das
00:23:56: ist ein ganz tolles Stück!
00:23:58: Ich habe es wie gesagt wirklich schon öfter gesehen und ich finde auch in Kombination mit dieser
00:24:03: Musik von Radio die passt so
00:24:06: super.
00:24:07: Das kann man sich vorher vielleicht gar nicht vorstellen.
00:24:08: Ich fand es von Anfang an so spannend, als ich das gelesen habe und das fängt diese Stimmung einfach so gut ein.
00:24:13: also ja vielleicht kommt da noch mal wieder.
00:24:14: Es
00:24:14: freut
00:24:16: mich sehr dass die Union ihre
00:24:17: Gelegenheit hatten.
00:24:19: abgesehen davon dass ich aus auch für einen wunderschönen Stück halte ist es einfach für die Tänzerinnen und Tänzern toll einmal die Koordination zu verinnerlichen so weit die Schritte zu beherrschen, dass sie einfach Freude an der Ausführung haben.
00:24:35: Der Rolle auch sich widmen können.
00:24:37: damit und ich glaube das haben alle erreicht.
00:24:40: Ich glaub auch!
00:24:41: Was hast du mit denen einstudiert?
00:24:43: Genau also bestimmte Teile hat er etwas mit ihnen selber gemacht.
00:24:46: vor allem viele männliche Sachen hat er den Tänzern übergeben und alles was die Rolle der Juliet betrifft und Solis von unterschiedlichen solistischen Parts, wie den Paar ist oder so die habe ich.
00:24:58: Oder auch vom Romeo hab' ich dann auch mit übertragen.
00:25:01: Ach toll!
00:25:01: Ja es war eine wirklich schöne Aufführung also... Hab's sehr geliebt.
00:25:06: Ich hoffe
00:25:07: sehr dass wir auch noch gelegen hätten werden das nochmal zu zeigen und vielleicht nach weiterer Generation.
00:25:11: Das wär
00:25:11: toll.
00:25:12: Das Schenken zu können?
00:25:14: Du bist ja nicht nur Ballettmeisterin und ehemalige Profi-Tänzerinnen, so bist auch noch Choreografin.
00:25:20: Und wie gerade schon gesagt hast du Radio Enjoyed in der letzten Spielzeit mit dem NRW Juniorballet einstudiert, mit Edward zusammen.
00:25:27: In dieser Spielzeit kreierst du ebenfalls mit dem NRW Junior Ballet die Ohraufführung von der kleine Prinz
00:25:33: ... Richtig ja!
00:25:35: Bevor wir auf die Produktion eingehen, lass uns nochmal ganz kurz was zum NRW Junio Ballet sagen... Das ist mir nämlich auch immer super wichtig, in jeder Ballettfolge nochmal darauf einzugehen.
00:25:43: Weil der Name vielleicht irreführend sein könnte!
00:25:46: Das sind nämlich alles schon Profis ausgelernte Profis und sie sammeln einfach nur her die ersten Erfahrungen einer Kompanie.
00:25:53: so kann man das wahrscheinlich zusammen fassen?
00:25:55: Ja also eine Junior-Kompanie.
00:25:57: als ich damals angefangen habe zu tanzen da gab es Junior-Companien sehr vereinzelt und sie waren wirklich nicht nicht sehr vordergründig in der Theaterlandschaft.
00:26:08: Das hat sich verändert, sehr stark sogar und auch in Deutschland sind sehr viele Junior-Kompanien mittlerweile unterwegs.
00:26:15: Ich bin mir nicht sicher ob das die Ursache dafür ist aber ich kann mir das durch unterschiedliche Schritte erklären dass einfach die Theater sehr vielen Kürzungen unterlegen sind Und man im Theater und in der gesamten Maschinerie des Repertoireplaufs gar nicht mehr so Die Zeit hat junge Menschen die abgeschlossen haben mit ihrer Ausbildung die Zeit zu geben wirklich sich gut einzuarbeiten Rollen zu lernen und überhaupt den ganzen Betrieb erstmal so richtig zu verstehen.
00:26:42: Und diese Junior-Kompanien bilden eine Verbindung zwischen schon einer komplett regulären und professionellen Kompanie, noch der schulischen Ausbildung und sind so strukturiert, dass keine große Anzahl von Tänzerinnen in der Kompanies sind.
00:26:57: Das heißt wir haben insgesamt zwölf also sechs Frauen, sechs Männer.
00:27:02: Dadurch ist es erst mal leichter sich als Gruppe zu bilden, zu identifizieren und gemeinsam auch auf Gasspiel zu gehen Und man hat einfach ein bisschen mehr noch Betreuung vielleicht dabei.
00:27:12: Man hat auch natürlich die Juniorcompany hier in Nordrhein-Westfalen, hat auch den Bildungsauftrag für die Schulen,
00:27:18: d.h.,
00:27:18: die gehen auch in Schulen und versuchen dort den Stand zum Gasballett etwas näher zu bringen, was sie auch unglaublich schön und wichtig fühlen.
00:27:27: Und es auch sehr schön ist, wenn zum Beispiel dann junge Tänzer, jungen ganz normalen Schüler versuchen zu erklären wie sie sich bewegen oder wie sie vielleicht Partnern oder so und die Jugend einfach ihre eigene Sprache findet.
00:27:40: Wie man das macht.
00:27:42: Das dazu insofern finde ich schon durchaus sinnvoll.
00:27:47: Und unser NRW Junior Ballett ist aber sehr, sehr stark auch schon im eigentlich großen Repertoire angebunden.
00:27:52: Das muss man vielleicht auch dazu sagen weil sehr häufig haben die ihre eigenen Produktionen gehen auch viel auf Gatsspiele und andere Junior-Kompanien sind aber mehr so als Reserve in was das große Repertoir der Hauptkompanie angeht und es ist bei uns einfach sehr deutlich schon anders.
00:28:08: Und tanzen ja wirklich die großen Haupträume zum Teil.
00:28:11: Es ist jedes Mal Wahnsinn!
00:28:14: Auf
00:28:14: jeden Fall, es sind in jedem Fall schon professionell ausgebildete Tänzer mit seiner beruflichen Ausbildung.
00:28:19: Ja
00:28:19: und häufig kann man jetzt als Laie gar nicht sagen... Also ich finde das fügt sich alles sehr gut ein auf der Bühne.
00:28:25: also da kann man es gar nicht unbedingt als laie den Unterschied erkennen würde ich sagen genau Und Edward Skalk gesagt, sie haben häufig eigene Produktion auch in dieser Spielzeit.
00:28:34: Ist es der kleine Prinz?
00:28:36: Ich glaube, der Titel sagt sehr vielen Hörenden etwas aber vielleicht magst du trotzdem noch mal erklären worum geht's denn.
00:28:42: Geschichte von kleinen Prinzen!
00:28:44: Also das ist natürlich ein wunderschönes Märchen, ein Kunstmärchen und handelt von einem Piloten, den er in der Wüste abstürzt und der dort dem Kleinen Prinzen begegnet Er insgesamt natürlich über die Erwachsenenwelt sich so ein bisschen beklagt, dass die Erwachsene sich nur um Zahlen kümmern würden und nur das ihnen wichtig sei.
00:29:05: Und so was wichtig ist wie man zum Beispiel malt oder wie man sich fühlt oder insgesamt die Gesamtsgefühlswelt wird so ein bißchen dargestellt als ob sie nicht so von Bedeutung ist für Die Erwachsenen.
00:29:18: Der kleine Prinz zeigt sich also als jemand der den Piloten gut versteht weil er hat bei sich ein Bild das er gemalt hat.
00:29:25: Er kennt, jeder der das sieht meinte sein Hut.
00:29:28: Aber eigentlich hat er da eine Riesenschlange dargestellt die einen Elefanten gefressen hat und der kleine Prinz möchte von ihm dass, dass der Pilot ihn ein Schaf zeichnet.
00:29:37: Und weil der Pilot eben dieses Bild bei sich hatte, hat er ihm die Schlange mit dem Elefant gezeigt.
00:29:42: und daraufhin meinte Der kleine Prinze ganz überzeugend Nein ich will keine Riesenschlange die einen elefanten gefressen hatte Ich will einen scharf!
00:29:49: So entwickelt sich dann eine Verbindung zwischen den beiden erläutert ihm im Laufe dieser Geschichte, wo er herkommt von welchem Planeten er her kommt wie es dort bei ihm aussieht.
00:29:59: Dass er dort Vulkaner hat und dass er dort eben eine Rose hat um die er sich kümmert aber das dann mit dieser Rose so ein zwiespältiges Verhältnis hat.
00:30:08: Und ja, dass sie halt ein bisschen schwierig im Umgang sei.
00:30:12: und daraufhin hat er sich entschieden zu gehen und Eine Reise angetreten hat unterschiedliche andere planeten besucht wo er eben.
00:30:20: Die waren sehr klein und dort lebten nur einzelne Menschen oder nicht Menschen, sondern mehr Funktionen.
00:30:26: Und so ist er beispielsweise einem König begegnet auf einen Planeten und unterschiedlichen anderen noch Charakterern im Laternenanzünder, einem Betrunkenen und so.
00:30:37: Der letzte Geograph sagt ihm, er soll doch die Erde besuchen gehen – das sei ein guter Planet!
00:30:43: Dann kommt er auf die Erde, landet aber in der Wüste Und die ist leer und er trifft dort einfach niemanden.
00:30:51: Und denkt sich, dass er wahrscheinlich Falsches begegnet, aber dort eben sofort als erstes einer Schlange.
00:30:58: Und diese Schlange sagt ihm dann, da er ja nicht von der Erde sei, sei er frei von Sünde.
00:31:05: sie können ihm aber helfen zurück auf seinen Planeten zu kommen.
00:31:08: Das heißt, mit der ersten Begegnung auf der Erde wird er schon einmal, weil sie mit dem Tod konfrontiert und wie er bzw.
00:31:16: zurück auf seine Heimat, seinen Heimatplaneten kehren kann.
00:31:20: Und dann wandert er weiter durch die Wüste und trifft dort auf einen Rosengarten was ihn sehr überrascht Weil seine Rose aus seinem Planeten zu ihm gesagt hat Sie sei einzigartig also es gäbe keine zweite davon.
00:31:33: Dann hat er sich vorgestellt wie sie reagieren würde wenn sie all diese Rosen sehen würde und dass sie mit Sicherheit, das es ihr Peinlich wäre.
00:31:41: Und sie dann aber wahrscheinlich in Ohnmacht fallen würde und er sich dann wieder um Sie kümmern
00:31:45: müsste.".
00:31:47: Dann trifft der den Fuchs und dieser erklärt ihm dann warum die Rose auf seinen Planeten dennoch einzigartig für ihn ist und erklärt dem so ein bisschen so das Prinzip der Freundschaft.
00:31:58: Am Ende der Reise, die er zusammen mit dem Piloten unternimmt weil sie auf der Suche nach Wasser sind entscheidet sich dann der kleine Prinz doch zurückzukehren und geht zur Schlange, die ihm dann hilft zurückzukommen.
00:32:11: Und der Pilot bleibt dann auf
00:32:13: der Erde!
00:32:37: filtern, welche Szenen findet man wichtig um die Geschichte zu vermitteln.
00:32:44: Also natürlich kann ich jetzt nicht wort für wort jedes Detail aus dem Buch übernehmen und sondern ich muss natürlich filtern und wenn man dann weiß okay dieses Szenenn würde ich gerne in einem Rahmen der Vorstellung verbinden.
00:32:58: Dann geht es darum einen Kostümbilder zu finden Kostüme für die einzelnen Figuren zeichnet, dann Tim Watzler weg der auch bei uns für Lichttechnik und insgesamt mit dem Juniorballer sehr viel arbeitet.
00:33:12: Mit ihm werde ich zusammen auch diese Produktion machen und er hat mit mir dann quasi darüber gesprochen was am günstigsten wäre für ein Bühnbild weil auch da gibt es ganz klare Ansprüche Es muss leicht zu transportieren sein.
00:33:27: Es geht ja darum, damit auf Gassspiel gehen zu können.
00:33:29: Das heißt es kann nicht so groß sein, das muss eben kompakt
00:33:33: bleiben.
00:33:33: insgesamt
00:33:34: und was für Möglichkeiten haben wir um damit eine Landschaft zu zeichnen die diese Geschichte trägt unterstützt uns deutlich macht in welcher Szene wir uns befinden?
00:33:46: natürlich kann man da lichttechnisch und projektionstechnisch sehr viel leisten Und ich fühle mich mit ihm da einfach auf der sicheren Seite.
00:33:54: Ich vertraue ihn dafür nicht und ich glaube im Austausch mit ihm haben wir uns da auch schon schöne Lösungen ausgesucht, genau!
00:34:01: Dann geht es weiter.
00:34:01: man muss natürlich die Musik finden und das ist für mich eines der schwierigsten Momente weil es gibt keine Die-Musik für den kleinen Printjörn so wie es beispielsweise die Musik für Don Röstin oder Schwanze gibt also kein festgeschrieben Partitur eines Komponisten.
00:34:17: Das heißt, ich bin da frei in der Auswahl und wir sind ja sehr unterschiedlich als Menschen.
00:34:22: Aber je freier ich bin, desto schwieriger für mich.
00:34:24: also je enger der Rahmen desto leichter kann ich kreativ werden.
00:34:29: Das
00:34:29: versteht total gut!
00:34:31: Deswegen
00:34:32: war das für mich mitunter eines der größten herausragenden Wiesen werden.
00:34:37: Und dann finde ich mir selber einen Rahmen natürlich setzen müssen damit dass alles ein bisschen zumindest unter Kontrolle habe.
00:34:44: Und hab mich dafür entschieden, dramaturgisch gesehen französische Komponisten aus ungefähr derselben Zeit von Exoferie zu wählen,
00:34:52: damit ich
00:34:53: schon mal einen kleinen Arm habe und hab den Rahmen natürlich auch ein bisschen gebrochen hier und da.
00:35:02: aber ich bin auf jeden Fall unter den Franzosen geblieben und habe dann eine kleine Collage zusammengesetzt Komponisten gesucht, die natürlich dann atmosphärisch die unterschiedlichen Szenen gut tragen und unterstützen.
00:35:16: Dass sie mich auch choreographisch inspirieren weil ich kann mir natürlich schon Bewegungen vorstellen für einzelne Figuren aber dennoch muss man ja eine Musik haben, die den Rhythmus vorgibt wie die Dynamik vorgift.
00:35:27: und wo akzentuiert man jetzt was?
00:35:32: Und inwieweit hast du die Choreografie schon vorher jetzt im Kopf?
00:35:35: Weil du zum Beispiel, wenn ich das jetzt vergleiche gerade meinst ist Edward hat ja so ein ganz klare Visionen schon wie er die einzelnen Zähne haben möchte.
00:35:42: Oder inwie weit glaubst du entsteht das noch in den Proben dann, wenn die Tänzerinnen wirklich mit dir gemeinsam arbeiten?
00:35:48: Also
00:35:48: ich glaube dadurch dass wir natürlich sehr viele Produktionen parallel laufen haben und wie eben schon erwähnt die Junioren sehr stark auch im Hauptreparateur eingebunden sind wird der gesamte Vorbereitungszeitraum auf unterschiedliche kleinere Zeitabstände gebrochen werden.
00:36:08: Und ich für meinen Teil finde es leichter, wenn ich mit einem klaren Aufbau komme den ich dann aber natürlich an die einzelnen Tänzer und Tänze anpasse weil wenn ich dann anfange mit ihnen zusammen erstmal nach Bewegungsmaterial zu suchen Hätte ich die Befürchtung, dass sich da untergehe.
00:36:26: Also das mich die Zeit überrennt und dass es dann irgendwie panisch wird.
00:36:31: Das heißt... Ich bin schon Freund davon, dass ich mich selber erst mal gut vorbereite.
00:36:37: Dass ich weiß was ich will weil wenn die Vision klar ist kann ich dann auch klar sagen okay so weit kann ich abschweifen oder das passt gar nicht mehr in das Konzept hinein.
00:36:47: von dem was ich habe Und so ist es denke ich auch Vom gesamten zeitlichen Aufbau über die Spielzeiten könnte ich mir vorstellen, dass das Sinn macht.
00:36:55: Das
00:36:55: ist so spannend und irgendwie ja sehr herausfordernd weil es eben diese deutsche Erstauführung ist beziehungsweise auch die Urauführung.
00:37:02: Es gibt keine Vorlagern der du dich orientieren kannst wie du gerade meintest sehr frei?
00:37:06: Das ist richtig.
00:37:07: aber wie schon gesagt also es soll ja auch eine Familienvorstellung sein.
00:37:10: das heißt für mich auch ist klar es kann nichts total abstraktes werden.
00:37:15: Ich werde schon versuchen, mich da weitestgehend an die Geschichte zu halten.
00:37:22: Und Kleinigkeiten werde ich wahrscheinlich anpassen weil wir wunderschöne Möglichkeiten durch diese unterschiedlichen Figuren haben auch einzelnen Tänzer und Tänze schön hervortreten zu lassen.
00:37:33: Und um das auszuschöpfen habe ich vielleicht vor ein bisschen die Chronologie leicht zu verändern ohne dass es jetzt der Geschichte einen großen Abbruch täte einfach die Rollen nochmal schöner hervorhin zu lassen.
00:37:47: Außerdem ist vielleicht auch der Vorteil für mich, dass ich die Junioren bis dahin so gut kennengelernt habe – obwohl wir jetzt sechs Neue haben -, dass sich auch mit ihnen ganz speziell arbeiten kann und ihre Stärken kenne und einfach schon ein bisschen in diese Richtung mich vorbereiten kann.
00:38:05: wie ich das Potenzial größtmöglich ausschöpfen kann mag ich den klassischen Tanz und
00:38:13: werde
00:38:13: das Ganze so ein bisschen auch mit einbauen auf jeden Fall.
00:38:17: Okay,
00:38:17: d.h.,
00:38:17: das Publikum kann sich auf den kleinen Prinzen freuen und wahrscheinlich viel im Bühnenbildkostüm oder die Bewegung einfach wieder erkämmen?
00:38:24: Also, das hoffe ich sehr
00:38:26: ja!
00:38:27: Das ist der Anspruch, dass es dann auch zur Realisation kommt.
00:38:33: Die Ur-Erführung ist am dritten und vierten April in Bonn Und die Dortmunder Premiere ist dann am XXIII.
00:38:42: Juni gefolgt von drei weiteren Vorstellungen, also für uns als Publikum ein bisschen hin.
00:38:48: Das will dich!
00:38:49: Als sie Personis kreiert wird die Zeit wahrscheinlich schnell umgehen?
00:38:52: Aber ich freue mich auf jeden Fall schon und bin sehr gespannt.
00:38:55: Ich freu
00:38:56: mich auch auf den Prozess.
00:38:57: Ja, ich war nur sehr dankbar und glücklich über die Gelegenheit das machen zu dürfen... ...und aufgeregt.
00:39:03: Also gut aufgerebt.
00:39:04: Sehr schön Wie du auch gerade meinst, ist so ein Märchenhaftestück.
00:39:07: Deswegen ... Stopp!
00:39:07: Da kann man sich drauf freuen und einen schönen Abend machen.
00:39:10: Das ist jetzt noch sehr lange hin wie grade schon gesagt.
00:39:13: Deswegen kommen wir erst mal zum aktuellen Stück.
00:39:15: ganz kurz.
00:39:16: Nämlich steht direkt in zwei Tagen die große Eröffnungsprämiere von Dracula am Samstag.
00:39:23: Wenn die Folge hier erscheint dann ist die Premiere schon lange vorbei.
00:39:27: Ja das ist auch Märchenhaft nur auf eine ganz andere Weise.
00:39:31: Ein bisschen düsterer würde ich jetzt erstmal sagen Man möchte es so.
00:39:35: ein paar Worte zu Dragfulla sagen, zumindest zur Entzündierung.
00:39:39: Sehr sehr gerne natürlich!
00:39:40: Also tatsächlich möchte ich vielleicht vorwegschicken dass ich als Ballettmeisterin in dieser Produktion nicht beteiligt bin.
00:39:47: Deswegen habe jetzt auch Zeit hier zu sitzen.
00:39:49: Genau, sehr schön, das ist mein Glück.
00:39:51: Aber
00:39:51: ich habe das große Glück die Einführungen halten zu dürfen zusammen mit dem Ballett in den andern, Jaschudrin?
00:39:58: Und aus diesem Grund weiß ich ein bisschen was über die Entdehung, die Entwicklung und natürlich die Geschichte.
00:40:05: Dazu kann ich sagen dass das Ballett wirklich ein Handlungsballett ist.
00:40:11: Es ist klassisch gehalten und es ist einfach eine ganz tolle üppige Inszenierung sehr reich mit Kostümen und dem wunderschönen Bühnenbild und auch tollen Lichtdesign.
00:40:25: Ja, es geht einfach darum die Geschichte relativ chronologisch nachzuerzählen und wieder zu erkennen.
00:40:31: Die von Bram Stoker eben Ende des neunzehn Jahrhunderts geschrieben wurde.
00:40:36: Grundlage ist neben dem Moment auch die Verfilmung von Francis Ford Coppola Und der Choreograf Christoph Wastorn hatte das als Auftragswerk für Perth im Western Australian Ballet gemacht.
00:40:48: Zwei tausendundundachzehn glaube ich war die Urführung und er war gar nicht so begeistert davon weil er eben Dracula auch mehr so unter die Popkultur gesetzt hat und dachte, das ist doch keine schwere hohe Kunst.
00:41:01: Aber als er sich dann eben mit dem Roman und mit dem Film auseinandergesetzt hat und zusätzlich dazu erkannt hat dass auch sein Lanzmann nämlich der Pole Wojciech Kieler, die Musik geschrieben hat für den Film von Voila hatte dann gesehen, dass da doch sehr viel Potenzial für ein Handlungsballett liegt.
00:41:18: Und er hat tatsächlich Kielas Musik auch verwendet.
00:41:21: Natürlich nicht nur die aus dem Film, weil sie nicht lang genug wäre aber auch andere Stücke von Kiela und hat dann entschieden das Hauptaugenmerk nicht so sehr auf diese Vampirgeschichte zu legen sondern mehr auf die Liebesgeschichte die sich darin entspint.
00:41:37: Und hat da einige dramaturgische Veränderungen gemacht natürlich damit dass Werk auf der Bühne auch verstanden werden kann.
00:41:46: Zum Beispiel hat er die Figur des Dracula in zwei Tänzer aufgeteilt.
00:41:51: Ja!
00:41:51: Einmal den Jungen und einmal den alten Dracula, das heißt wenn der Verwandlung stattfindet, wenn er Blut saugt dann wird er als junger Dracula erscheinen.
00:41:59: Und weil das auch maskentechnisch zuaufwendig gewesen wäre jedes Mal alles auf und ab.
00:42:03: Die Maske ist unglaublich aufwändig auch um den alten Dracula darzustellen.
00:42:08: Dann hat er eben auf diesen Trick zurückgegriffen.
00:42:10: zusätzlich dazu hatte er zwei Figuren in das Stück eingebunden, die es so gar nicht gibt.
00:42:15: Nämlich zwei Phantome, die als Helfer dem Dracula zur Seite stehen.
00:42:19: Die sind selber an sich weder gut noch böse aber bringen so ein bisschen Farbe ins Geschehen helfen der Dynamik und unterstützen so wenn es darum geht bestimmte Requisiten von links nach rechts zu tragen etwas darzustellen und insgesamt einfach um die Mystik auf der Bühne erhalten zu lassen.
00:42:39: Ja ja
00:42:40: Und wie schon erwähnt also Die Kostüme sind sehr aufwendig ganz toll gemacht und unterschiedliche zum Beispiel Ornamente, die in verschiedenen Spitzen, die im Kostüm verarbeitet werden.
00:42:51: Die hat dann der Bühnenbildner versucht in sein Bühnbild zu übertragen.
00:42:56: Das heißt wir haben im Bühnebild auch unterschiedliche Muster, die eben beispielsweise Kostymornamente aufgreifen.
00:43:02: Und der Lichtdesigner dann zu mir einmal gesagt, das fand ich unglaublich toll.
00:43:07: Als ich die Gelegenheit hatte ihn kennenzulernen weil er jetzt hier ist eben für diese Produktion um das alles genau zu beleuchten und ins rechte Licht zurück rücken hat er gesagt anders als vielleicht oder noch mehr als in anderen Balletten ist es in dieser Produktion besonders wichtig dass was beleuchtet wird aber auch das was nicht beleuchtete wird ebenso wichtig.
00:43:27: okay weil nämlich dort im dunkeln diese Verwandlung stattfinden, die wenn sie dann im Licht erscheinen für uns sichtbar sind.
00:43:34: Es ist ein bisschen dieses magische Moment das auch Illusionisten verwenden wo lenkt man den Blick des Publikums hin?
00:43:40: Damit wir nicht sehen waren die...
00:43:43: Da guck ich auch mal rein wo kein Licht ist.
00:43:46: und zum Beispiel hat er dann auch versucht diese unterschiedlichen reichhaltigen Details des Bühnenbilds in unterschiedlichen Szenen anders zu beleuchten.
00:43:55: Also manchmal ist der Fokus auf die Fassade, der Schlossmauern.
00:43:58: Manchmal ist der fokus auf den oberen Spitzen der Turmruinen.
00:44:03: und er sagte auch eines der Herausforderungen war eben mit dieser gesamten Beleuchtung einer Bühnentechnik die Bühne so zu beleuchen dass sie aussieht als ob es kerzenbicht erscheint.
00:44:13: also diese ganze Mystifizierung durch die Beleutung das war auch wohl eine große Herausforderung scheint aber auch sehr viel Spaß genug zu haben.
00:44:21: Ich bin so gespannt auf das ganze Zusammenspiel, ich habe jetzt schon ein paar Proben gesehen zum Teil so im Halb im Kostüm, zum Teil in den Kostümen und noch gar nicht.
00:44:29: Aber auch schon im Bühnenbild was ja wirklich gigantisch ist die du gerade schon gesagt hast.
00:44:32: und wenn es dann mit Orchester und dem Licht und wenn das alles zusammen kommt.
00:44:37: also ich hatte so schon Gänsehau, ich bin so gespannt auf die Premiere am Samstag.
00:44:40: Ich glaube dass wird eine riesige Gänsel-Autproduktion sage ich jetzt einfach mal so!
00:44:44: Also auf jeden Fall alle sind sehr bemüht, das ist sehr... Viel schichtig.
00:44:48: Es sind unglaublich viele Details und das alles rechtzeitig zu koordinieren und ineinanderzufügen, dass Licht des Orchester die Verwandlung, die Statisten, die Kinder... Also unglaublich viele Momente, die natürlich in der richtigen Zeit am richtigen Ort sein müssen.
00:45:06: Und die Aufregung ist groß gerade im Titel.
00:45:10: Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es am Samstag sehr gut läuft nicht auch!
00:45:14: Das
00:45:14: sind super vorbereitet.
00:45:15: Ja, das kann ich schon mal dazu sagen!
00:45:17: Und ich bin so immer wieder beeindruckt von der schauspielerischen Leistung und unserem Ensemble.
00:45:22: Natürlich müssen TänzerInnen immer die Rollen spielen und Schauspielern, aber ich finde jetzt gerade hier bei Dracula... Ich habe so oft gedacht, wow wie gut ist die Person gerade spielt?
00:45:30: Wenn man sich auch mit den Tänzern unterhält, dem macht es doch einfach Riesenspaß.
00:45:34: diese Produktion also egal wenn ich frage Wie ist es für euch der Probenprozess dann immer Es macht Spaß.
00:45:39: Ja, also ich denke da kommen unterschiedliche Komponenten zusammen.
00:45:42: Zum einen ist es das einkoreografische, es ist wirklich viel Tanz und sie müssen genau sein präzise sein.
00:45:50: Das ist eine gute Herausforderung.
00:45:53: Es ist nicht überfordernd, es Ist nicht unterfordernd!
00:45:55: Es ist einfach schön.
00:45:57: man weiß warum man die Technik, die man jeden Tag trainiert wozu man sie anwendet hat man die Erlaubnis eine Rolle zu haben, sodass all diese Technik in den Hintergrund treten kann und man sich völlig darauf konzentrieren kann mittels dieser Bewegung eben diese Gefühle übertragen.
00:46:17: Das wird sehr toll!
00:46:18: Ich bin wirklich sehr gespannt.
00:46:19: ich finde das ist eine Produktion.
00:46:21: da kann man so richtig eintauchen in diese Welt und ich glaube dass es auch für Leute ein Tipp die vielleicht bisher noch nicht so die Berührungspunkte mit Ballett haben.
00:46:31: Ich glaube, es ist ein ganz gutes Einstiegsballett würde ich jetzt mal denken fürs Publikum also auch Leute, die vielleicht gerne in meines Musik gehen oder in andere sparten.
00:46:39: Wenn man Lust auf Ballett bekommen möchte das ist wahrscheinlich ein ganz guter Einstil könnte ich mir vorstellen.
00:46:44: Ja im Hinblick auf die Handlung ist es auf jeden Fall ein schönes Einstiecksballett aber es ist dennoch anspruchsvoll im Hinweg auf die Kunst
00:46:53: des Tanzes.
00:46:54: Absolut und vor allem dachte ich mehr die Kostüme sind Wunderschön und imposant, aber es ist wahrscheinlich auch schwer darin zu tanzen.
00:47:00: So ein Teil diesen langen Männchen, langen Kleidern
00:47:04: auf den Tänzern und die müssen sich da drehen und springen
00:47:07: mit
00:47:08: auch heben unter anderem.
00:47:09: also das ist natürlich alles etwas was man dann mithilfe dieser Kostümproben auf der Bühne nochmal einarbeitet und er arbeitet und einfach die Zeit dafür hat sich damit auseinanderzusetzen.
00:47:21: Und so sehr ich auch ein großes Bühnenbild liebe.
00:47:23: Das limitiert natürlich auch im Platz, was das Tanz angeht als wenn die Bühne jetzt einfach leer ist wie bei Tribbletombots hat zum Beispiel.
00:47:30: Darf es echt?
00:47:31: Ja, auch
00:47:31: da dachte ich mir häufig okay sind sehr viele Requisiten und Bühnteile.
00:47:36: Ist stimmt ja!
00:47:37: Ich freue mich sehr.
00:47:38: Also noch eine große Empfehlung.
00:47:40: Wenn diese Folge erscheint, ist die Premiere schon vorbei aber es gibt auf jeden Fall noch Karten für die nächsten Vorstellungen.
00:47:45: wir zeigen's auf jeden fall noch sehr oft in dieser Spielzeit.
00:47:48: Genau, wenn diese Folge erscheint ist nämlich die nächste Vorstellung am achten Elften.
00:47:53: Also sichert euch gerne noch Tickets, wir zeigen Dracula noch bis März.
00:47:57: Kommt vorbei!
00:47:57: Es wird auf jeden Fall ein Highlight in dieser Spielzeit.
00:48:00: Die dritte Premiere in der Spielzeit quasi zwischen Dracula und der kleine Prinz ist dann Faust von Edward Kluge am dreizehnten Februar.
00:48:09: Das ist nach dem Drama von Goethe.
00:48:12: Und vielleicht ist einigen Zuhörenden aufgefallen dass die Prämierenden dieser Spiel Zeit alle etwas gemeinsam haben?
00:48:17: Nämlich sie haben alle sehr berühmte literarische Werke als Vorlage.
00:48:21: Also Dracula, Vs und der kleine Prinz kommen ja alles aus der Literatur, sind alles Bücher Und das ist auch so ein bisschen das übergeordnete Thema in dieser Spielzeit im Ballett.
00:48:31: Der Literatur eben mit Tanz zu verweben, zu verbinden und Geschichten die ihr alle kennt und die Menschen schon seit Jahren kennen und berühren dass sie bei uns sozusagen auf der Bühne nochmal durch Tanz jetzt ausgedrückt werden.
00:48:44: Das finde ich irgendwie total spannend, dass wie ich gerade auch schon in Bezug auf der kleinen Prinz meinte die Worte dann eben eine Bewegung übersetzt werden da auf der Bühne.
00:48:51: Ich finde das ist ein sehr schönes Oberthema diese Spielzeit.
00:48:55: Kannst du schon irgendwas zu Faust sagen oder ist es noch so weit hin?
00:48:59: Also
00:48:59: ich würde sagen, es ist noch recht frisch und dadurch, dass es ja hier erstmalig gezeigt wird... Die Uraufführung war in Thürich kennengelernt habe.
00:49:13: Was ihn, glaube ich an so bekannten Werken reizt ist dass er einfach extrem abstrahieren kann weil die Geschichte bekannt ist und das er dort dann sehr viele schöne theatralische Momente einfügen kann.
00:49:26: und ich gehe davon aus dass es auch hier so sein wird.
00:49:30: also auf jeden Fall ich hab natürlich die Aufnahmen gesehen der Vorstellung Ich kenne das Werk!
00:49:34: Ich finde das wunderschön inszeniert Und wie die Tänzerinnen und Tänzern in Dortmund damit umgehen werden, das kann ich natürlich noch gar nicht sagen.
00:49:42: Aber ich bin mir sicher alle sind gespannt und freuen sich.
00:49:45: Ja,
00:49:46: sonst steht diese Spielzeit.
00:49:47: Gibt es natürlich auch Wiederaufnahmen.
00:49:49: Frau Frieder, darauf freue ich mich ja auch schon wieder.
00:49:50: Soll ich mal nochmal anschauen?
00:49:53: Und auch von Trippio to Mozart was er ein dreiteiliger Tanzabend war der auch sehr toll war.
00:49:58: also Ich finde wir zeigen einfach so unterschiedliche Sachen.
00:50:01: Das
00:50:01: ist wirklich Ich sage mal fröhliche Stimmung bis süßere Stimmung, Tanzabende mit verschiedenen Choreografien Handlungsballette.
00:50:10: Also es wird wieder eine tolle Bundespielzeit.
00:50:12: dann seid ihr auch noch auf Gastspielen eingeladen.
00:50:15: ich glaube das größte ist dem einen Midsommertstraum in Hongkong.
00:50:18: Richtig im Februar mitsommer in Hong Kong für eine Woche.
00:50:22: Ja
00:50:22: auch wieder nicht schlecht
00:50:26: Genau
00:50:28: genau mit den neuen Tänzer Indies und ja hab' ich schon gesehen schon gerade die.
00:50:32: Ja, es
00:50:33: muss
00:50:33: alles parallel vorbereitet werden.
00:50:35: Wahnsinn!
00:50:35: Ja man muss auch sehr friedlich.
00:50:38: Und nach Friedrichshafen geht das mit Chipötje Mozart.
00:50:41: Ach ja genau stimmt.
00:50:43: Also ihr seid auch wieder viel unterwegs in dieser Spielzeit.
00:50:45: aber jetzt freuen wir uns erstmal auf die Zeit mit Strakula, die hier zu richtig losgeht.
00:50:50: Passt so Halloween
00:50:51: und ruft das jetzt.
00:50:52: also ich
00:50:53: kann's
00:50:53: nur empfehlen.
00:50:54: Das ist ein wunderschönes Ballett.
00:50:56: Und im Dezember dann Frieda, die Wiederaufnahme.
00:50:59: Ja, ich muss noch mal auf die Zeit schauen.
00:51:01: Wir reden schon fast eine Stunde.
00:51:03: deswegen würde ich jetzt einfach zu den Rubriken kommen, die ich in jeder Folge einmal durchgehe und zwar ist es einmal der schönste Theatermoment.
00:51:11: Machen wir erstmal wenn du im Publikum sitzt Wenn du privat ins Theater gehst hast Du von dem Moment Ich bekomme ein Ticket oder ich kaufe mir einen Ticket bis sich fahre nach der Vorstellung nach Hause.
00:51:21: Sprich vielleicht mit meinen Liebsten Mit denen ich da war noch über das was ich erlebt habe.
00:51:25: Hast du in diesem ganzen Ablauf Ein moment wo du sagst Das ist immer mein Lieblingsmoment?
00:51:30: Also, da muss ich jetzt ehrlich sein.
00:51:32: Einen Lieblingsmoment habe ich tatsächlich nicht!
00:51:35: Ich habe unterschiedliche Momente die ich schön finde.
00:51:39: Einer davon ist wenn ich für eine Produktion verantwortlich bin das Warm-up Training vor dem Worschtest mit den Tänzerinnen und Tänzern die kommen Und einfach der Moment hinter der Bühne bevor es losgeht würde ich vielleicht als den Prägnantisten vorheben Wenn man allen nochmal toll toll wünscht.
00:51:55: Ja, wenn die Aufregung da ist, Adrenalin.
00:51:58: Man spürt das Adrenalinen der Tänzer quasi rüber schlappen und man ist für sie auch aufgeregt mitaufgeregt.
00:52:04: aber im Grunde hat man in dem Moment also ich aus meiner Position hab gar keinen Eingluss mehr darauf was dann passiert.
00:52:10: Die Arbeit wurde vorher geleistet und ja dann stehen die Tänzen und Tänze auf der Bühne und da kann man nicht mehr viel machen und wünscht ihn natürlich immer.
00:52:18: nur das allerbeste
00:52:19: Muss vertrauen.
00:52:19: Und wie war das, als du Selbsthänzerin warst?
00:52:22: Hattest du da einen Lieblingsmoment in jeder Vorstellung?
00:52:25: Ja den hatte ich tatsächlich.
00:52:26: Das war der Moment nach der Vorstellung unter der Dusche.
00:52:29: Aber es war der beste!
00:52:29: Ich
00:52:31: glaube schon alles abfällt.
00:52:32: Genau also das ist doch einer der erlösendsten Momente wenn dann alles abfindet.
00:52:38: Sehr gut.
00:52:39: Dann habe ich zum Schluss noch ein paar Entwederoder-Fragen für dich.
00:52:42: Lieber Handlungsballett oder ein Tanzabend so wie Trip to Mozart Start direkt gemein.
00:52:48: Boah, das
00:52:49: ist wirklich gemein!
00:52:52: Je nachdem wie es gemacht ist kann beides
00:52:54: gut
00:52:55: sein.
00:52:55: Aber
00:52:56: wahrscheinlich
00:52:56: eher
00:52:57: Handlung.
00:52:57: Ja Lieber Gastspiele oder die Dortmunderbühne?
00:53:02: Dortmund
00:53:03: Liebes- oder Gruselgeschichte?
00:53:06: Liebesgeschichte unbedingt.
00:53:07: Dann Sommer oder Herbst?
00:53:09: Im Sommer
00:53:10: Lieber eine bestehende Choreografie einstudieren oder eine neue Choreographie kreieren
00:53:17: Choreografieren, also kreieren.
00:53:20: Und die letzte Frage?
00:53:21: Klassisches oder zeitgenössisches Ballett?
00:53:24: Klastisch!
00:53:25: Sehr schön.
00:53:26: Dann, liebe Bojana ich danke dir sehr für deine Zeit.
00:53:30: Ich danke für die Einladung und auch allen Zuhörern für ihre Aufmerksamkeit.
00:53:34: Ja den danke ich auch und mich freue mich jetzt total auf alles was kommt sowohl die Produktionen die jetzt erst mal anstehen dann auf jeden Fall auch auf Der kleine Prinz und alles, was wir noch erleben werden im Ballett in dieser Spielzeit.
00:53:48: Da passiert ja immer super viel!
00:53:49: Deswegen, glaube ich, können wir auf eine ganz tolle Spielzeit blicken.
00:53:53: Und vielen Dank nochmal für deine Zeit und dass wir sprechen konnten.
00:53:55: Und euch ihr lieben Danke wie immer fürs Zuhören.
00:53:58: Abonniert doch gerne diesen Podcast und folgt auch gerne dem Theaterdorpemund und den Ballettdorpenund auf Social Media dann... Genau erfahrt ihr auch immer alles zu unseren Produktionen und was hinter den Kulissen so passiert.
00:54:09: Und ansonsten freue ich mich, wenn ihr diesen Podcast teilt und in einem Monat wiederzuhört!
00:54:14: Vielen vielen Dank bis dann.
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